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16.08.2019 - Ausgabe Nr. 1550

„Wer für Klimaschutz ist, muss auch für die heimische Industrie sein!“



Beim Thema Klimaschutz seien viele Maßnahmen umweltpolitischer Populismus und tatsächlich eher kontraproduktiv. Diese Meinung vertritt der Präsident der NÖ Industriellenvereinigung (IV-NÖ) Thomas Salzer. So sorge die Elektro-Mobilität zwar für deutlich weniger Emissionen im Betrieb, „berücksichtigt man aber in einer Lebenszyklus-Analyse auch die Produktion der Batterien, die auch lokale Probleme beim Abbau der Rohstoffe schafft, dann ist das Batterie-E-Auto nicht die Lösung“, erklärt Salzer in einem Beitrag für das Magazin „iv-positionen.“

Wie schwierig die Beurteilung und „Dingfestmachung“ von Emissionen ist, zeige auch das Beispiel des Video-Streamen. „Da werden in derselben Zeit fünf- bis zehnmal so viele Emissionen verursacht wie beim Lesen eines Buches – natürlich inklusive der Herstellung“, rechnet der IV-NÖ-Präsident vor. Vom kulturellen Wert eines Buches einmal abgesehen, klinge es einfach, durch eine CO2-Steuer mehr Anreize zum CO2-Sparen zu geben, jedoch: „Die lokale Produktion ist leicht zu fassen, wie aber fassen wir die global verteilten Emissionen digitaler Medien?“, fragt Salzer.

Bis es so weit kommt, dass sich weltweit alle an dieselben Regeln und Standards halten, sei es noch ein weiter Weg. „Daher sollten wir uns für das Hier und Jetzt vor allem folgendem Gedanken widmen: Wer für Klimaschutz und Umweltschutz ist, der muss auch dafür sein, dass der Produktionsstandort Österreich erhalten bleibt“, betont Salzer. Denn die Verlagerung von Produktionen in andere Regionen der Welt könnte auf unserem Planeten noch mehr Schaden anrichten. (mm)

http://www.iv-niederoesterreich.at

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