27.02.2015 - Ausgabe Nr. 1320

Stadt Krems will das Stift Göttweig an die Donau holen



Im Weinbau arbeiten die Stadt Krems und das nahe Benediktinerstift Göttweig mit einem Pachtvertrag schon einige Jahre lang erfolgreich zusammen. Jetzt möchte die Wachaustadt den Mönchen auf der weithin sichtbaren, aber ohne eigenes Auto schlecht erreichbaren Klosteranlage auch zu mehr Besuchern verhelfen. Denn während das an Autobahn, Schiene und Wasserstraße Donau verkehrsgünstig gelegene Stift Melk jedes Jahr rund 400.000 Gäste anlockt, erklimmen das auf dem Berg thronende Stift Göttweig nur 100.000.

Möglich machen sollen das eine neue Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe, die die Donau Schiffstationen GmbH aus Wallsee zurzeit in Krems-Stein errichtet, und ein von dort betriebener Shuttle-Service per Bus hinauf nach Göttweig und wieder retour. „Die Stiftskirche und die Bibliothek mit ihren fast 150.000 Bänden sind einmalige Sehenswürdigkeiten, die noch viel zu wenig bekannt sind“, meint der Kremser Bürgermeister Reinhard Resch im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Die neue Donaustation für Kabinenschiffe könnte auch als „Hub“ zu weiteren touristischen Destinationen in der Nähe dienen, wie z.B. zu den Weinkeller-Erlebniswelten "SANDGRUBE 13 wein.sinn" am Standort der Winzer Krems sowie Loisium in Langenlois. Potenzial ist jedenfalls vorhanden: Im Vorjahr haben erstmals mehr als 300.000 Passagiere an Kreuzfahrten auf der Donau teilgenommen. (mm)

www.krems.gv.at

www.stiftgoettweig.at

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