//
22.12.2017 - Ausgabe Nr. 1465

Für Glücksbringer aus Gloggnitz sind Weihnachten und Neujahr Hochsaison



Knapp neun Millionen Glücksbringer kommen mittlerweile schon im 30. Jahr aus dem Unternehmen Blaschek in Gloggnitz. „Das Geschäft mit dem Glück und den Glücksbringern funktioniert noch immer“, teilt Harald Blaschek, Geschäftsführer von Blaschek Import, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Während die Kunden früher einfach eine Handvoll Plastikglücksbringer für die Geldbörse gekauft und dann nach Belieben verschenkt hätten, würden heute höherwertige Produkte gekauft, die für bestimmte Personen gedacht seien, wie für Partner oder Freunde. „Bevor beispielsweise ein Rauchfangkehrer gekauft wird, sind bereit zehn Schweine über den Ladentisch gegangen. Das Schwein, ob aus Glas, Stein oder Plastik, ist damit eindeutig der Topseller unter den Glücksbringern“, sagt Blaschek.

Die Produkte aus seinem Hause sind einesteils bei sämtlichen namhaften Handelsketten erhältlich, andernteils bei rund 400 eigenen Verkaufsständen, die das Unternehmen zwischen Weihnachten und Neujahr betreibt. „Freilich liegt der Schwerpunkt dieser Verkaufsstände“, so Blaschek, „in Niederösterreich und insbesondere um unseren Standort Gloggnitz. Dank unserer Handelspartner sind wir aber in ganz Österreich vertreten, und zwar vorrangig in Einkaufszentren. Überhaupt sind wir überall nur drinnen zu finden und nicht auf der Straße“.

Das Geschäft mit den Glücksbringern sei primär ein Wiener Brauch, der mittlerweile in ganz Österreich und auch in den Nachbarländern Einzug gehalten hat. „Als wir 1987 mit der Idee, Glücksbringer auf den Markt zu bringen, gestartet sind, waren wir ziemlich allein am Markt“, erinnert sich der Mann aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet. Heute gäbe es jede Menge von Mitbewerbern, weshalb es gelte, das Besondere zu finden, nämlich neue Trends und Designs zu entwickeln. Das passiert genau hier in Niederösterreich, während die Produkte selbst in China hergestellt werden“, so Harald Blaschek.

Glücksbringer herzustellen, ist ein Ganzjahresgeschäft, das oft bereits viele Monate vor dem eigentlichen Verkauf mit entsprechenden Messen in China startet. „90 Prozent unseres Umsatzes machen wir tatsächlich erst in den letzten Dezembertagen“, teilt Blaschek mit. Glücksbringer etwa zu Prüfungen oder als Dankeschön zu schenken, sei noch nicht weit verbreitet, obwohl schon erkennbar wäre, dass das Interesse daran steige.

Wegen des Verkaufsschwerpunktes rund um den Jahreswechsel sei es schwierig, zu diesem Zeitpunkt schon eine Jahresbilanz zu ziehen. „Im Vorfeld haben wir jedenfalls mehr Produkte verkauft als im letzten Jahr - allerdings auf Kommission“ schränkt Harald Blaschek ein. „Nicht verkaufte Produkte kommen nämlich wieder zu uns zurück. Aber ich bin Optimist. Auch heuer wird wieder eine leichte Umsatzsteigerung möglich sein.“ (jm)

www.blaschek-import.at

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern