6.07.2018 - Ausgabe Nr. 1493

Wirtschaft im Bezirk Amstetten meldet eine erfolgreiche Jahreshälfte



Der Wirtschaftsmotor im Bezirk Amstetten brummt kräftig. „Die positive Wirtschaftsentwicklung des Vorjahres hat sich auch in der ersten Jahreshälfte 2018 fortgesetzt. Quer durch alle Branchen ist die Umsatzentwicklung deutlich positiv“, teilt Andreas Geierlehner, Leiter der Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Amstetten, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

„Die Investitionsstimmung der Wirtschaft ist gut, und die Investitionsprojekte der öffentlichen Hand kurbeln die Bauwirtschaft zusätzlich an“, berichtet er. Getrübt allerdings werde die Stimmung durch den Facharbeitermangel und den leeren Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent und damit auf einem Rekordtief. „Und wir freuen uns, dass seit Anfang des Jahres auch die Zahl der Lehrlinge wieder ansteigt. Zurzeit werden 1.703 Lehrlinge in 506 Lehrbetrieben ausgebildet“, so Geierlehner.

Im Bezirk Amstetten gibt es derzeit 9.098 Betriebe, um zwei Prozent mehr als im Jahr 2017. Seit Jahresbeginn erfolgten etwas mehr als 350 Gewerbeanmeldungen mit dem Gründungsschwerpunkt Dienstleistungen. Demnach steigt auch der Anteil der Ein-Personen-Unternehmen weiter an, nämlich von 59,5 Prozent aller Unternehmer im Jahr 2013 auf knapp über 63 Prozent Ende 2017. Fast 3.100 Arbeitgeberbetriebe beschäftigen zirka 32.800 Arbeitnehmer.

Die Mehrzahl der Mitglieder ist in den Sparten Gewerbe und Handwerk (5.342) sowie Handel (3.000) erfasst. Ihnen folgen Tourismus und Freizeit (896), Transport und Verkehr (388), Industrie (121) sowie Banken und Versicherungen (19). Mit 19 Konkursverfahren, drei Sanierungsverfahren und 6 Schuldenregulierungsverfahren ist die Insolvenzstatistik unverändert geblieben.

Als Themenschwerpunkte der Wirtschaftskammer im laufenden Jahr nennt Geierlehner digitale Infrastruktur, Mitgliederservice, Vernetzung der regionalen Wirtschaft und das Dauerthema Lehrlingsausbildung. „Die Anbindung der Unternehmen an schnelles Internet hat Vorrang in unserem Geschäftsfeld“, sagt er. „Wir beobachten sehr genau die Entwicklungen, die von Landes- und Bundesseite gesetzt werden. Die Saat, die vor Jahren mit unseren Initiativen Breitbandbeirat und Breitbandnewsletter gesät worden ist, beginnt da und dort langsam zu keimen und zu wachsen. Jedenfalls bleibt das Thema immens wichtig für die regionale Wirtschaft, da die Digitalisierung schnelle Infrastruktur erfordert. Wirtschaft 4.0 ist auch in unserem Bezirk keine Zukunftsmusik. Denn heimische Betriebe arbeiten schon jetzt an diesen Zukunftsthemen. Die beeindruckenden Leistungen zum Thema 3D Automatisierung, Robotik oder Künstliche Intelligenz haben wir bei der Langen Nacht in der Wirtschaftskammer Amstetten präsentieren können.“

Ein Thema, das ständig auf der Tagesordnung steht, ist der Wirtschaftsverkehr in der gemeinsamen Wirtschaftsregion mit Oberösterreich. Ein vorrangig gemeinsames Thema sei die Donaubrücke Mauthausen. Dazu gäbe es einen regen Austausch, vor allem mit den Wirtschaftskammern in Perg, Linz-Land und Steyr.

Alles in allem blicke man optimistisch in die zweite Jahreshälfte, so Geierlehner. „Die Struktur des Bezirkes, aber auch die wirtschaftlichen Eckdaten lassen eine weitere positive Jahresentwicklung erwarten.“ (dsh)

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