10.08.2018 - Ausgabe Nr. 1497

Ausbau der Infrastruktur verschlingt Zeit und Geld



Die Attraktivierung der Franz-Josefs-Bahn bleibt eine Geduldsprobe. Wie Verkehrsminister Norbert Hofer in Beantwortung einer vor zwei Monaten vom Waldviertel-Abgeordneten Konrad Antoni (SPÖ) gestellten parlamentarischen Anfrage mitteilte, plant die ÖBB-Infrastruktur AG, die Streckenmodernisierung von der ursprünglich vorgesehenen Periode 2027 bis 2032 auf die Jahre 2024 bis 2027 vorzuziehen. „Ich bekenne mich zu dem mit dem Bundesland Niederösterreich im Jahr 2017 vereinbarten Zeitplan, welcher die Modernisierung der bestehenden Strecke der Franz-Josefs-Bahn und die Fertigstellung der Planungen zur Direktanbindung von Horn bis 2027 vorsieht,“ so Hofer.

Der Ausbau der Nordbahn von Wien bis zur Staatsgrenze soll bis 2028 abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung der Ausbaumaßnahmen auf tschechischer Seite soll die Zielfahrzeit nach Prag von derzeit ca. 4 Stunden auf 3 Stunden 45 Minuten sinken.

Als Teil der im Jahr 2017 mit Niederösterreich geschlossenen Grundsatzvereinbarung führt das Verkehrsministerium in der Anfrage-Beantwortung auch noch an:

• die Attraktivierung von Bahnhöfen und Haltestellen in ganz Niederösterreich

• die Planung und Entwicklung von Infrastrukturmaßnahmen zur Attraktivierung der Erlauftal- und Traisentalbahn

• die Erweiterung und Attraktivierung von multimodalen Mobilitätsverknüpfungspunkten und Elektromobilität

Die Planung eines nachfrageorientierten Verkehrsangebotes sowie Zusatzbestellungen, die über das Grundangebot des Bundes hinausgehen, fallen in den Aufgabenbereich der Länder und Gemeinden.

Auf die Frage, mit welchen Maßnahmen und Projekten die Umsetzung des „Masterplans ländlicher Raum“ erkennbar sei, antwortete Hofer:

„Sowohl die Mitarbeiter des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) als auch die Kollegen des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), der Bundesländer, Städte und Gemeinden sind damit beschäftigt, einen gemeinsamen Aktionsplan Wettbewerbsfähige und saubere Mobilität 2030 zu erarbeiten.

Eine Aufgabe dieses Aktionsplanes wird sein darzustellen, wie die Regionen den Herausforderungen des Klimawandels und der Emmissionsreduktionsverpflichtungen begegnen können und gleichzeitig für ein Mobilitätssystem sorgen, das breit zugänglich, sicher und leistbar ist. Hier gilt es, gemeinsame Maßnahmen und auch Finanzierungsoptionen konkret zu definieren.“ (mü)

www.bmvit.gv.at

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