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8.11.2019 - Ausgabe Nr. 1562

Die Rax-Seilbahn erhofft sich ein besucherstarkes Saison-Finale



Rund 168.000 Fahrgäste hat Österreichs erste Seilschwebebahn auf die Rax zwischen Anfang Jänner und Ende Oktober befördert. „Damit sind wir heuer ziemlich genau auf Vorjahresniveau“, teilt Bernd Scharfegger. Geschäftsführer von Scharfegger’s Raxalpen Resort und Betreiber der Rax-Seilbahn, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. „Wenn wir einen guten Dezember bekommen, können wir ein Plus von rund zwei Prozent erreichen, da wir letztes Jahr aufgrund einer zwei Wochen längeren Revision erst Mitte Dezember wieder geöffnet hatten.“

Dabei habe das Jahr 2019 für die Rax-Seilbahn nicht gut begonnen. Der massive Schneefall im Jänner und eine darauf folgende Schließung der Seilbahn für 14 Tage wegen umgefallener Bäume haben dafür gesorgt, dass über viele Monate hinweg eine Aufholjagd des Winters aus wirtschaftlicher Sicht notwendig war. „Uns kommt allerdings zugute – und das gilt auch für die in den nächsten Wochen startende nächste Wintersaison –, dass die Stadtbevölkerung mehr und mehr zum Winter zurückkehrt. Dazu trägt wesentlich das Schneeschuhwandern bei“, so Scharfegger. Darüber hinaus sind es auch die Veranstaltungen, die auch im Winter vom Raxalpen Resort angeboten werden. „Unsere Bergweihnacht hat viele Anhänger, weil sie eine Abwechslung vom Alltag schenkt.“

Aber nicht nur der Jahresbeginn hatte einen holprigen Start, sondern auch der Sommer begann mit viel Regen oder, wie Scharfegger im Detail sagt: „ Die Sommersaison startete mit einem verpatzten Mai durch den Rückgang von über 10.000 Beförderungen von 14.100 Personen auf 4.450 Personen, was rund 68,5 Prozent minus bedeutet. Ausgeglichen wurde dies aber relativ rasch durch einen schönen Juni, der ein Plus von 71 Prozent gebracht hat.“

„Im diesjährigen goldenen Herbst und Indian Summer im September und Oktober zusammen haben wir 51.865 Beförderungen verbucht, was eine Zunahme um vier Prozent ergab“, so der Rax-Kenner, der auch die Bedeutung der Großstadt für die Sommersaison erwähnt: „Es gibt eine verstärkte Stadtflucht, und in rund eineinhalb Stunden sind viele Wiener und Wienerinnen auf 1.500 Höhenmeter und damit in einer ganz anderen Welt.“

Damit das für noch mehr Menschen möglich ist, setzt Scharfegger auf den öffentlichen Verkehr. „Unser Ziel ist es, dass man bequem und kostengünstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Rax gelangt.“ Momentan scheitere das noch am Preis, vor allem bei Zubringerbussen. Aber dazu gebe es in der Region bereits intensive Diskussionen.

Überhaupt ist der Umweltschutz Scharfegger ein persönliches Anliegen. In diesem Sinn werden auch E-Lade-Stationen ausgebaut. „Ob Schneeschuhwandern, Feiern, Kinderevents, Theaterabende oder Klettern“, betont er, „das alles ist in traumhafter Atmosphäre immer mehr auf der Rax ganzjährig möglich. Während bis vor kurzem 80 Prozent des Umsatzes in den Sommer fielen, liegt der Sommeranteil mittlerweile bei 70 Prozent. Das macht uns etwas unabhängiger von Wetterentwicklungen.“ (jm)

http://www.raxalpe.com

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