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20.03.2020 - Ausgabe Nr. 1580

Konzern-Ehe zwischen OMV und Borealis stärkt den Standort Schwechat



Die mehrheitliche Übernahme des Petrochemie-Unternehmens Borealis durch den Mineralölkonzern OMV wird der Stadt Schwechat, wo beide Unternehmen in zwei Werken Tür-an-Tür produzieren, positive Effekte bringen. „Damit ist der Standort Schwechat abgesichert“, sagt Thomas Gangl, OMV-Vorstandsdirektor für das Geschäftsfeld Raffinerie und Petrochemie. In der Vergangenheit habe die OMV immer mit der Planungs-Unsicherheit leben müssen, nicht zu wissen, wie es mit Borealis in Schwechat weitergeht.

Jetzt habe man die Möglichkeit, Synergien zu heben und gesamtheitlich zu optimieren. Das reiche vom gemeinsamen Einkauf über Abstimmungen in der Fahrweise der Anlagen bis zum wichtigen Zukunftsthema Kunststoff-Recycling. „Schwechat ist der richtige Standort, um hier ein Vorzeigemodell zu machen“, ist Gangl überzeugt.

In Schwechat betreibt die OMV eine Raffinerie, wo mit rund 700 Beschäftigten Benzin, Dieselkraftstoffe, Heizöl schwer, leicht und extraleicht produziert werden. Dazu kommen petrochemische Grundstoffe zur Herstellung von Kunst- und Farbstoffen, Arznei- und Waschmitteln sowie der Flugturbinenkraftstoff Kerosin. Die Raffinerie Schwechat deckt rund die Hälfte des Bedarfs an Mineralölprodukten in Österreich.

Borealis erzeugt am Standort Schwechat mit 550 Beschäftigten Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) als Rohstoffe für die kunststoffverarbeitende Industrie. Das Werk ist eine der modernsten und bedeutendsten Kunststoffproduktionsstätten Europas mit einer Jahreskapazität von rund einer Million Tonnen. (mm)

http://www.omv.com

http://www.borealisgroup.com/schwechat

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