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22.05.2020 - Ausgabe Nr. 1589

NÖ Industriebetriebe fordern deutliche Verlängerung der Kurzarbeit



In einer aktuellen Umfrage, die die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) unter 68 teilnehmenden Mitgliedsbetrieben durchgeführt hat, spricht sich mehr als die Hälfte (51%) für eine Verlängerung der Kurzarbeit bis zumindest Ende des heurigen Jahres aus. „Das jetzige Modell auszudehnen, das drei plus drei weitere Monate vorsieht, wird nicht ausreichen“, warnt IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Die Industrieunternehmen bräuchten eine Verlängerung über das Jahr 2020 hinaus.

Auch der bürokratische Aufwand für die Abwicklung der Kurzarbeit müsse minimiert werden, fordert Salzer. Derzeit setzen 71 Prozent der Industriebetriebe auf Kurzarbeit, um die aktuellen Produktions- und Auftragsausfälle zu kompensieren und Arbeitsplätze abzusichern. Viele Branchen, allen voran die Bauindustrie, rechnen damit, dass sie die schlimmsten Folgen der Krise erst zeitverzögert zu spüren bekommen werden.

Besonders alarmierend ist laut Umfrage, dass 79 Prozent der Unternehmen ihren Investitionsplan aufgrund der Coronakrise ändern müssen. Als häufigste Gründe nannten sie die massiven Nachfrageeinbrüche, die Verfügbarkeit von Eigenkapital oder Baustopps. „Das Ausbleiben der Investitionen hat jedoch schwere Langzeitfolgen, denn es braucht ein investitionsgetriebenes Wirtschaftswachstum, um diese Krise möglichst gut und nachhaltig zu überstehen“, erklärt Salzer. (mm)

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