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11.09.2020 - Ausgabe Nr. 1604

Erfreulicher Fahrgasttrend beim Waldviertler Wackelstein-Express



Auf eine durchwachsene Plansaison 2020 blicken die Mitglieder des Waldviertler Schmalspurvereins (WSV) zurück. Erwartungsgemäß sind in den zwischen Heidenreichstein und Alt Nagelberg im Bezirk Gmünd verkehrenden Tourismuszügen heuer deutlich weniger Fahrgäste als im vergangenen Jahr unterwegs gewesen. Trotzdem gibt es eine interessante und zugleich positive Entwicklung bei den Besucherzahlen. „Der Andrang an privaten Reisenden war in unseren Wackelstein Express-Zügen annähernd auf dem Niveau des vergangenen Jahres“, berichtet Vereinsobmann Manfred Schwingenschlögl dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

2019 hat die touristische Schmalspurbahn von Jahresbeginn bis zum Ende der Plansaison Anfang September 4.768 Fahrgäste an 48 Betriebstagen befördert. Das sind durchschnittlich 99 Reisende pro Tag. Heuer waren es im gleichen Zeitraum 2.133 Reisende an 24 Betriebstagen. Das ergibt einen Durchschnitt von knapp 89 Besuchern pro Betriebstag. „Wäre das Gruppengeschäft mit Reisebüros und Autobusunternehmern nicht gänzlich ausgeblieben, hätten wir auch heuer den täglichen Durchschnitt des vergangenen Jahres erreicht“, erklärt Manfred Schwingenschlögl.

Interesse an Gruppenangeboten hätte es ursprünglich schon vom Jahresanfang 2020 an genug gegeben. 25 bereits bestellte Sonderzüge hätten den ausschließlich ehrenamtlich agierenden Mitarbeitern an die 2.000 Fahrgäste gebracht. „Allein bei unseren Osterhasenzügen haben wir mit 800 Reisenden gerechnet.“

Bis zum Jahresende will Manfred Schwingenschlögl mit seinem Team die Marke von 3.000 Reisenden erreichen. Allerdings mit einem deutlich reduzierten Sitzplatzangebot. „In unseren Räuberzügen, die am 27. September unterwegs sind, bieten wir pro Zugfahrt nur 70 Plätze der üblichen 150 an, um alle behördlichen Auflagen ordnungsgemäß einzuhalten“, sagt der WSV-Obmann.

Als sehr erfreulich bezeichnet er den langsam wachsenden Trend, die Schmalspurzüge auch wieder als echtes Verkehrsmittel zu nutzen. „Wir haben Fahrgäste, die mit unserem Wackelstein-Express nach Heidenreichstein fahren, um wie in früheren Zeiten einfach Besorgungen zu erledigen.“

Hinter den Kulissen haben die WSV-Mitglieder die vergangenen Monate genutzt, um notwendige Arbeiten an den Fahrzeugen und an der Schieneninfrastruktur zu erledigen. So wurden 400 Betonschwellen eingebaut und zwei Weichen getauscht. Eine Diesellokomotive erhielt eine Generalsanierung und ein vierachsiger Personenwagen einen Neulack. (haw)

http://www.wsv.or.at

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