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23.10.2020 - Ausgabe Nr. 1610

AMS NÖ will allen Langzeitarbeitslosen einen Job verschaffen



Mit dem weltweit neuartigen Modellprojekt MAGMA, das für jeden Langzeitarbeitslosen einen Job finden oder schaffen soll, ist das AMS NÖ mit Oktober 2020 in Marienthal, Gemeinde Gramatneusiedl, gestartet. Die Universitäten Wien und Oxford werden dieses Modellprojekt mit entsprechenden soziologischen und wirtschaftlichen Studien begleiten. Bei der Präsentation betonte AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich, dass ein Arbeitsloser jährlich rund 30.000 Euro koste, wovon diese Personen auch in die Sozialversicherung einzahlen, so dass sie nicht mehr als Arbeitslose stigmatisiert wären. Somit rechne sich dieses Modellprojekt auf jeden Fall.

„Mit der alten soziologischen Marienthalstudie aus 1933 ist erforscht worden, was die Arbeitslosigkeit mit Menschen macht. Wir wollen erforschen, welche positiven Auswirkungen es hat, wenn man Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit bringt“, so Hergovich. Budgetiert sind für einen Zeitraum von drei Jahren 7,4 Millionen Euro. Die Studienergebnisse sollen 2024 vorliegen, worauf entschieden wird, ob und wie dieses Projekt weitergeht.

Neu an dem Projekt MAGMA ist, dass alle Langzeitarbeitslosen Gramatneusiedls erfasst werden. Derzeit sind das 60 Personen, die mit Oktober 2020 und Februar 2021 zu je 30 Teilnehmern zuerst nach ihren Kenntnissen und auch Hobbys befragt werden. Außerdem wird erhoben, wie sie in die Langzeitarbeitslosigkeit gekommen sind, was auch gesundheitliche Ursachen haben kann. Danach werden entsprechende Jobprofile erstellt, und in Folge entweder nach passenden ausgeschriebenen Jobs gesucht oder in der Gemeinde, bei Vereinen oder auch bei Firmen neue geförderte Jobs geschaffen. Die Maßnahme ist auf drei Jahre konzipiert und finanziert. Die Betreuung der MAGMA-Teilnehmer findet in Gramatneusiedl statt. (hm)

http://www.ams.at/noe

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