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17.12.2010 - Ausgabe Nr. 1102

NÖ Wirtschaft lacht sich Trnava als Partner an



Mit Rückenwind für die Konjunktur aus der Slowakei rechnet die niederösterreichische Wirtschaft. Hoffnungsgebiet ist vor allem die Zone um die boomende Industriestadt Trnava etwa 50 km östlich von Bratislava, in der sich einige Weltkonzerne angesiedelt haben. Zur Vernetzung und Entwicklung eines grenzüberschreitenden Hochleistungsraums für Forschung und Innovationen wurde das Projekt DUO**STARS ins Leben gerufen, das auch niederösterreichischen Zulieferbetrieben der Weg ebnen soll.

Die Wirtschaft in der westlichen Slowakei weist, wie IHS-Direktor Bernhard Felderer betont, mehr als doppelt so hohe Wachstumsraten auf wie die österreichische. Sich mit solchen Gebieten zu vernetzen, sei der richtige Weg. Die niederösterreichische Wirtschaftskammer-Chefin Sonja Zwazl sieht in dem Projekt gar einen "Leuchtturm" für die Region. Ihre Vision: den ostösterreichischen Raum gemeinsam mit der Slowakei und Tschechien zu einer der dynamischsten Zonen in der EU werden zu lassen. Die Voraussetzungen dafür - Infrastruktur, Forschung und qualifizierte Arbeitskräfte - seien im wesentlichen vorhanden.

Für die Weiterqualifizierung sorgen nicht zuletzt Förderungen des Landes: So wurde die Prämie für "Innovationsassistenten" - bisher auf Jungakademiker in KMU beschränkt - auf größere Betriebe und auch auf erfahrene Forscher ausgeweitet. Der öffentliche Zuschuss beträgt für die ersten acht Monate 50 Prozent des Gehalts und für sieben weitere 35 Prozent. Geplant sind ferner "summer schools", die Jugendliche aus Niederösterreich und der Slowakei gemeinsam besuchen und mit denen ihnen Lust auf technische Berufe gemacht werden soll. (ust)

http://www.duostars.eu

http://wko.at/noe

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