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1.11.2013 - Ausgabe Nr. 1252

Kerzen aus dem Waldviertel wieder heiß begehrt



Qualitätskerzen sind wieder im Aufwind. Franz Streibl, Inhaber der Koch-Kerzen in Gföhl im Bezirk Krems-Land, macht dafür die zunehmende Wertschätzung regionaler Produkte sowie die anhaltende Biowelle verantwortlich. Derzeit produziert der einzige mit Vollsortiment arbeitende Kerzenerzeuger in Niederösterreich mit drei Mitarbeitern rund 200.000 Kerzen pro Jahr.

„Noch in den 80er Jahren haben wir pro Jahr über eine Million Kerzen erzeugt, wovon 80 Prozent in den Export gingen, sogar auch nach Amerika und Japan. Da aber der Weltmarkt nach immer billigeren Kerzen verlangte, haben wir da als regionaler Handwerksbetrieb nicht mehr mithalten können“, teilte Streibl dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Mit Freude und Genugtuung sehe er jetzt, „dass die Konsumenten wieder verstärkt auf handwerkliche Qualität und Individualität setzen.“ Dieser Umstand und das online-Geschäft kämen, so meint er, auch seinem Nachfolger zu gute, den Streibl derzeit noch sucht.

Die Spezialität von Koch-Kerzen sind die getunkten Spitzkerzen in allen Farben. Der Vorteil dieser Kerzenart besteht laut Streibl darin, dass man Kerzen von zehn bis 45 Zentimetern Länge sowie bis zu einem Durchmesser von drei Zentimetern ganz nach Kundenwunsch erzeugen könne. Für eine Kerze mit 23 Millimetern Durchmesser sind 30 Tauchgänge notwendig. Als Rohstoff verwendet Streibl reines Paraffinwachs, das auf seine Schadstoffarmut zertifiziert ist.

Den Produktreigen runden Spezialanfertigungen, wie Hochzeits- und Taufkerzen ab. Besonders Floristen schätzen die Gföhler Kerzen für Gestecke und Adventkränze. Weiters können Interessenten bei Streibl im Rahmen einer Exkursion Kerzen selber erzeugen und sich im richtigen und fachgerechten Umgang mit Qualitätskerzen schulen lassen. (hm)

http://www.koch-kerzen.at

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