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8.11.2013 - Ausgabe Nr. 1253

CEZ baut Atomkraftwerk Dukovany weiter aus



Völlig unbeeindruckt von der ablehnenden Haltung Österreichs zur Kernenergie baut der tschechische Stromkonzern CEZ sein grenznahes Atomkraftwerk Dukovany in Südmähren weiter aus. Vor kurzem hat das Ministerium für Industrie und Handel CEZ die Bewilligung erteilt, das Kühlsystem der vier Reaktorblöcke von Grund auf zu modernisieren. Fast eine Milliarde tschechische Kronen - rund 37 Millionen Euro - fließen in die Errichtung neuer Hauptwärmesenken und in den Bau eines 17 Meter hohen Kühlturmes. Für den Notfall soll die bestehende Kühlanlage in Dukovany jedoch erhalten bleiben. Die Arbeiten an dem bereits 28 Jahre alten Meiler beginnen noch heuer und werden voraussichtlich 2016 abgeschlossen.

"Im Gegensatz zu den alten Kühltürmen, die 125 Meter hoch sind, wird der neue beträchtlich kleiner, dafür wesentlich robuster und erdbebensicherer sein", sagt Dukovany-Sprecher Petr Spilka. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst in Erfahrung bringen konnte, wird CEZ auch schon bald Block 4 der Nuklearanlage routinemäßig abschalten, um die Kernelemente auszutauschen. Diese Wartungsarbeiten, die am 1. Dezember beginnen, werden 35 Tage dauern.

Bei der Energieversorgung Tschechiens spielt das Atomkraftwerk Dukovany eine zentrale Rolle. 2012 wurden dort rund 15 Terawattstunden elektrischer Strom erzeugt. Das war ein Fünftel der im Nachbarland verbrauchten Elektrizitätsmenge. (mm)

http://www.cez.cz

http://www.energiebewegung.at/anti-atom

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