NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1525 vom 22.02.2019

22.02.2019
Frau in der Wirtschaft meldet Neuzugang von 4.500 Chefinnen

In Niederösterreich gibt es derzeit 41.000 Unternehmerinnen. „Im Vorjahr haben rund 4.500 Frauen eine Firma neu gegründet“, berichtet Waltraud Rigler, Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Tendenz der Betriebe, die von Frauen geführt werden, steigt kontinuierlich. „Eine gute Geschäftsidee und der Wille, etwas zu bewirken, treiben neue Unternehmerinnen zur Gründung an. Der Spagat zwischen Familie und Beruf ist allerdings nach wie vor herausfordernd“, so Waltraud Rigler.

Das Forderungsprogramm von Frau in der Wirtschaft wird von zwei Anliegen dominiert: Da Ein-Personen-Unternehmerinnen zumeist zuhause arbeiten, soll das Arbeitszimmer jährlich mit 1.500 Euro pauschal steuerlich abzugsfähig sein. Darüber hinaus soll die Grenze der geringwertigen Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro erhöht werden. „Die geltende Grenze von 400 Euro für sofort abschreibbare Wirtschaftsgüter besteht seit 1983 und ist nicht mehr zeitgemäß“, so Rigler. Die Anhebung der Grenze auf 1.500 Euro mache Investitionen auch für kleinere Unternehmen attraktiver. Nach erfolgter Anhebung solle der Betrag laufend indexiert werden.

Das bereits traditionelle Niederösterreichische Unternehmerinnenforum findet heuer am 2. Oktober 2019 unter dem Motto „Wir Frauen starten durch“ in Wiener Neustadt statt. „Niederösterreichs Unternehmerinnen, aber auch die Mitunternehmerinnen, die in der Regel nicht im Rampenlicht sind, stehen maßgeblich hinter dem Erfolg des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich“, erklärt Waltraud Rigler. „Sie zeigen Mut zur Eigenverantwortung und schrecken vor der unternehmerischen Herausforderung nicht zurück. Und dabei können sie sich auf die Wirtschaftskammer als treuen Partner verlassen.“

„Frau in der Wirtschaft ist ihr Sprachrohr in sämtlichen Fragen des unternehmerischen Lebens, vor allem, wenn es darum geht, für die besten Rahmenbedingungen zu kämpfen, Fehlentwicklungen aufzuzeigen, Lösungen auszuarbeiten, Unternehmerinnen zu unterstützen und Niederösterreichs Wirtschaft in eine prosperierende Zukunft zu führen“, ist Frau in der Wirtschafts-Vorsitzende Waltraud Rigler überzeugt. (dsh)

http://wko.at/noe/fiw



22.02.2019
Mit dem Viva-Forschungspark lockt Baumit Tausende Experten nach Wopfing

Nach mehr als 31 Millionen Euro im Jahr 2018 wird der Baustofferzeuger Baumit mit der Zentrale in Wopfing im Piestingtal und drei weiteren Werken in Peggau, Wietersdorf und Klagenfurt auch heuer mehr als 20 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktionsstandorte in Österreich investieren. Das kündigt Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Beteiligungen GmbH, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst an.

In Wopfing, wo Baumit sein Hauptwerk zur Erzeugung von Edelputzen betreibt, „werden wir die Kapazitäten erweitern sowie das Schul- und Lehrlingszentrum ausbauen“, gibt Schmid bekannt. Von den 680 Mitarbeitern, die das Industrieunternehmen österreichweit zählt, sind mehr als 400 im Piestingtal beschäftigt. Zurzeit werden hier auch 20 Lehrlinge ausgebildet.

In Wopfing erzeugt Baumit Trockenmörtel, Kalk, Zement sowie Verputze für Fassaden und Innenräume. 2018 hat der Baustoffhersteller einen Umsatz von 251,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren um 8,7 Millionen Euro oder 3,6 Prozent mehr als 2017.

Als großen Erfolg wertet Robert Schmid den 2015 in Wopfing mit zehn Häusern gegründeten „Viva-Forschungspark“, wo Baumit mit unterschiedlichen Baustoffen, Putzen und Dämmungen den Einfluss der Baumaterialien auf die Lebensqualität wissenschaftlich genau untersuchen und bewerten lässt „Jetzt haben wir schon 14 Versuchshäuser gebaut und zählen pro Jahr rund 4.500 Fachbesucher. Sogar Architektenteams aus Deutschland kommen nach Wopfing, um sich den Viva-Forschungspark anzusehen, weil diese Anlage europaweit einzigartig ist“, berichtet Schmid.

Die Baumit Beteiligungen GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Schmid Industrie Holding. Zu diesem in Familienbesitz stehenden Unternehmensverbund gehören auch die Firmen Austrotherm und Murexin. 2018 hat der Mischkonzern mit weltweit 6.200 Beschäftigten einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro erzielt. (mm)

http://www.baumit.com



22.02.2019
2019 ist als Filmjahr fĂĽr Familien, Frauen und Kinder geplant

Für die Kinobetreiber war 2018 kein gutes Jahr. „Das gilt sowohl für Niederösterreich als auch für ganz Österreich: An den Kinokassen gab es ein Minus von rund zehn Prozent“, teilt Mario Hueber, Branchensprecher der Kinos in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Dafür gibt es laut dem Betreiber des Megaplex in St. Pölten mehrere Ursachen. „Insbesondere war das Angebot an Filmen nur an ein bestimmtes Publikum gerichtet“, meint er. „Filme aus dem Marvel-Universum locken zwar die Amerikaner in Scharen in die Kinos, während Europäer zu diesen amerikanischen Comicfiguren eher wenig Zugang haben. Der für uns wichtigere deutsche Film hingegen hat 2018 ausgelassen. Dazu kamen der wahnsinnige Sommer von April bis Oktober und letztlich auch die Fußball-Weltmeisterschaft. Das sind einige der Gründe, weshalb viele Menschen einem Kinobesuch andere Freizeitaktivitäten vorgezogen haben.“

Trotzdem möchte Hueber nicht jammern. Gerade Niederösterreich sei sehr gut aufgestellt und demonstriere mit dem neu errichteten Kino in Tulln ein herzeigbares Wiederaufleben des Kinos. Der Standort sei in Sachen Technik und Anzahl der Leinwände sicherlich aufgewertet worden, so der Branchensprecher, der auch die Vorzüge regionaler Kinos hervorhebt: „In der Kleinstadt, am Land kenne ich meine Kunden und kann ihnen das entsprechende Programm anbieten. Tulln hat sich beispielsweise auf Familienfilme fokussiert, weil dazu vor Ort eine Nachfrage besteht.“

Überhaupt seien es vor allem Familienfilme, die heutzutage viele Leute ins Kino bringen.. „Familien, Frauen und Kinder sind unsere wichtigste Zielgruppe. Nur mit Actionfilmen, die es in hohem Ausmaß 2018 gab, kann diese Gruppe zumeist nicht angesprochen werden“, sagt Hueber. Auch wenn das Jahr mit einem erneuten Marvel-Abenteuer startet, werde es mit „König der Löwen“ im Sommer einen absoluten Familienfilm geben, der viele ins Kino locken wird. Das Finale bildet „Star Wars“ im Dezember. „Während es heuer unzählige Filme gibt, die bekannt sind, Freude machen und übers Jahr verstreut anlaufen, ist dies im Vorjahr nicht der Fall gewesen“, so der Kinoexperte. Für die gesamte Branche sieht er wieder einen Aufwind nach 2018 als einmaligem Tiefpunkt.

„Wichtig ist heute auch Kino als soziales Event“, sagt Hueber. „Oft verbinde ich es mit einem Essen, Treffen mit Freunden. Dieser Trend hat auch dazu beitragen, dass der Preis nicht mehr das Wesentliche am Kinobesuch ist, sondern das gemeinsame Erlebnis.“ (jm)

http://wko.at/noe/kino_kultur_vergnuegen

http://www.freizeitinnoe.at



22.02.2019
Billa expandiert weiter und bringt neue Kundenkarte auf den Markt

Österreichs größter Lebensmitteleinzelhändler, der zur deutschen Rewe-Gruppe gehörende Billa-Konzern, will seine Position als Marktführer festigen. Bis Jahresende 2019 wird das Unternehmen, das seine Zentrale in Wiener Neudorf betreibt und zurzeit 19.600 Mitarbeiter beschäftigt, rund 120 Millionen Euro in den Aus- und Umbau seines fast 1.100 Standorte starken Filialnetzes investieren. Heuer sollen 30 Geschäfte neu hinzukommen.

Während im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel der Anteil von Preisaktionen beim Einkauf rund 30 Prozent ausmacht, sind es in Deutschland lediglich zehn Prozent. Preisvergleiche, wie sie Konsumentenschützer immer wieder an identen Produkten in den Regalen dies- und jenseits der Grenze anstellen und die Differenz bekritteln, seien deshalb unseriös, meint Marcel Haraszti, Vorstandsvorsitzender der Rewe International AG: „Die Arbeiterkammer behauptet immer, wir sind zu teuer. Die Landwirtschaft hingegen sagt, wir verkaufen Nahrungsmittel viel zu billig. Also, was stimmt jetzt?“ Abgesehen davon leide der Lebensmittelhandel in Österreich an den im Vergleich zu Deutschland wesentlich höheren Lohnnebenkosten, stellt der Rewe-Österreich-Chef fest.

Die Preisaktionen, wie die Warengruppenrabatte oder die Minus-25-Prozent-Pickerln, will Haraszti in Zukunft zurückfahren. „Da hat sich ein Wildwuchs entwickelt, die Konsumenten kennen sich nicht mehr aus“, erklärte er vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten. Ab Anfang Mai wird eine neue Kundenkarte all jene vier alten ersetzen, die zurzeit für die Vertriebsschienen Billa, Merkur, Penny und Bipa jeweils einzeln im Umlauf sind. (mm)

http://www.billa.at

http://www.rewe-group.at



22.02.2019
Lebensmitteltechnologie Hollabrunn punktet mit optimaler Ausbildung

„Mit 171 Personen haben wir so viele studierende Jugendliche wie noch nie“, berichtet Gabriele Hager-Wiesböck, Leiterin der HTL-Lebensmitteltechnologie (HTLLT) in Hollabrunn, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Als Gründe nennt die Direktorin die hohe Qualität der Ausbildung mit dem Schwerpunkt Lebensmittelsicherheit und die guten Jobaussichten. Um diese Aussichten auch für die Zukunft zu sichern, setzt die Schulleitung auf eine intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Ein besonderes Angebot der HTLLT ist die 2017 eingeführte Ausbildung zum „International Featured Standard“ (IFS)-Manager. Diese zusätzliche Ausbildung ist im Unterricht integriert und schließt mit der Zertifizierung zum IFS-Manager ab. Sie ist ein weltweit anerkannter Standard zur Sicherstellung der Qualität in der Lebensmittelproduktion. Nach intensivem Unterricht und dem Verfassen einer Projektarbeit nimmt ein externer Prüfer jedem Maturajahrgang eine standardisierte Prüfung ab. „Bisher haben alle unsere 45 Maturanten mit Erfolg bestanden. Damit sind sie qualifiziert, in Betrieben für die Einhaltung des geforderten Qualitätsstandards verantwortlich zu sein“, erklärt die Schulleiterin.

Finanziert wird der laufende Schulbetrieb vor allem mit dem monatlichen Schulgeld in der Höhe von derzeit 204 Euro. Hinzu kommen Zuwendungen von Firmen des Schulvereins und Honorare für die jährlich zwischen zehn bis fünfzehn Diplomarbeiten. Diese werden auf Wunsch von Partnerfirmen in deren Betrieben durchgeführt und von den Lehrpersonen der HTLLT betreut. Das Gehalt der rund 30 Lehrpersonen bezahlt der Bund.

Als Schwierigkeit bezeichnet die Schulleiterin derzeit das Finden von Firmen für die Ferialpraxis der Schüler. „Im Laufe eines Jahres müssen durchschnittlich 240 Wochen einschlägiger Tätigkeit an unsere Studierenden vermittelt werden. Da im Zuge der Lehrplanänderungen praktische Arbeit in Industriebetrieben wesentlich öfter verpflichtend gefordert wird, ist es immer schwieriger, eine einschlägige Ferialtätigkeit zu finden. Ich würde mir diesbezüglich eine besondere Unterstützung durch Betriebe aus unserer Region wünschen“, so Hager-Wiesböck. (km)

http://www.htllt-hollabrunn.ac.at



22.02.2019
Boomender Online-Handel treibt Preise für Logistikflächen empor

Weil in Österreich der Online-Handel weiter wächst, steigt auch die Nachfrage nach geeigneten Grundstücken für die erforderlichen Paket-Verteilzentren. Eine Region in Niederösterreich, die einen besonders großen Bedarf nach Logistikflächen hat, ist der Raum um die Stadt Wiener Neustadt. „Für ein passendes Areal werden hier schon Preise zwischen 170 und 250 Euro pro Quadratmeter bezahlt“, berichtet Anton Putz von der Immobilienmakler-Plattform RE/MAX Commercial.

Eine ähnlich starke Nachfrage ortet der Branchenexperte südlich der Wiener Stadtgrenze. Auch dort treibt die Suche nach gut gelegenen Logistikflächen die Preise nach oben. „In der Gemeinde Himberg z.B. kostet ein Quadratmeter bereits etwa 150 Euro“, rechnet Putz vor. (mm)

http://www.remax-commercial.at



22.02.2019
Arbeiterkammer erkämpft für ihre Mitglieder mehr als 66 Millionen Euro

66,1 Millionen Euro an vorenthaltenem Entgelt hat die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) 2018 für ihre Mitglieder erkämpft. Diesem Erfolg sind die persönlichen, telefonischen oder schriftlichen Beratungen von fast 150.000 Beschäftigten in den 21 Bezirks- und drei Servicestellen der AKNÖ vorausgegangen. „Mehr als jeder vierte Arbeitnehmer hat sich im Vorjahr von uns unterstützen lassen“, berichtet AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

Die Bandbreite des AK-Leistungsangebots bei Problemen am Arbeitsplatz ist weit gespannt. Sie reicht von nicht ausbezahlten Überstunden über Insolvenzen und ungerechtfertigte Entlassungen bis zur Entlohnung unterhalb des Kollektivvertrags sowie nicht ausbezahlten Löhnen, Gehältern oder Abfertigungen. Viele Anfragen gibt es auch zur Arbeitslosenversicherung, Pension und Krankheit. (mm)

http://noe.arbeiterkammer.at



22.02.2019
Landeshauptstadt St. Pölten erzielt 27 Prozent Nächtigungsplus

Mit der Steigerung der Übernachtungen um knapp 27 Prozent auf 174.798 hat Niederösterreichs Landeshauptstadt St. Pölten auch touristisch im Vorjahr kräftig zugelegt. Die Zahl der Ankünfte ist um 21,8 Prozent auf 83.924 gestiegen. „Die Leute bleiben auch länger da“, stellt Bürgermeister Matthias Stadler mit Freude fest. Die wachsenden Tourismus-Zahlen würden zeigen, welches Potenzial in der Stadt stecke. Stadler sieht darin auch „ein gutes Argument für unsere Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2024.“

Es gebe mehrere Faktoren, die für die tollen Tourismus-Zahlen verantwortlich sind, betonen die Leiterin des Tourismusbüros St. Pölten Eva Prischl und die Leiterin des Incoming- und Convention Büros Gabriele Backknecht. Als Beispiele nennen sie die neuen Betten-Kapazitäten nach der Eröffnung des Motels 267 und des Hotels Alfred im Süden der Stadt sowie die neu renovierten Nächtigungsmöglichkeiten im Sport.Zentrum.Niederösterreich. Dazu kommen die Vielzahl von Auftritten der Stadt bei nationalen und internationalen Tourismus-Messen, wie etwa der ITB in Berlin, Direct-Mailing-Aktionen an Reiseveranstalter und Event-Pakete, wie etwa die Kombi Festspielhaus- oder Theater-Besuch samt Übernachtung.

Eine wichtige Rolle spielen auch Großveranstaltungen wie das Frequency-Festival, Ironman oder zuletzt das äußerst erfolgreiche Ö3-Weihnachtswunder auf dem Rathausplatz. Im Mai wird der Extrem-Hindernislauf „Spartan-Race“ in St. Pölten über die Bühne gehen. Bürgermeister Stadler: „Da werden rund 7.500 Teilnehmer erwartet, die natürlich auch neue Nächtigungen bringen.“

St. Pölten hat in der Tourismus-Bilanz das gesamte Mostviertel gepusht. Während Niederösterreich 2018 insgesamt ein Plus von 3,2% bei den Nächtigungen und 5,6% bei den Ankünften verzeichnen konnte, lag das Mostviertel mit Steigerungsraten von 7,5% bei den Nächtigungen und 10,8% bei den Ankünften deutlich über dem Landesschnitt. Stadler: „Die Steigerung der Nächtigungszahlen im Mostviertel geht fast zur Hälfte - nämlich zu 46,54% - auf das Konto der Landeshauptstadt“.

Mit knapp 113.000 Nächtigungen sind übrigens die Österreicher die größte Touristen-Gruppe in der Stadt, so Eva Prischl. Besonders erfreulich auch: Mit 35.755 Nächtigungen stellen die Niederösterreicher nach den Wienern die größte Gruppe der Übernachtungsgäste. Die Liste der ausländischen Herkunftsländer führt Deutschland mit 34.027 Nächtigungen klar an. Auf Rang zwei und drei kommen Polen mit 3.357 Nächtigungen und Ungarn mit 3.208, gefolgt von der Schweiz und Liechtenstein.

„Für die Gäste aus Polen“, meint Leo Graf, Hotelier und Obmann der „Wirte 3100“, „hat sich St. Pölten als attraktive Zwischenstation zwischen den Schigebieten in den Alpen und ihrer Heimat etabliert.“ Er selber hat in den letzten Jahren an die zwei Millionen Euro in Erneuerungen und Zubauten seines Hotels investiert. St. Pölten sei mittlerweile Standort von mehr als 200 gastronomischen Betrieben in Innenstadtnähe und sicher bereits von über 2.000 Gästebetten. „Es tut sich viel in der Stadt“, so Graf, die Hotels seien zu 70 bis 80 Prozent ausgelastet.

Ausruhen wollen sich die Touristiker aber keineswegs. Stadler kündigt an, die touristische Infrastruktur in der Stadt weiter verbessern zu wollen. Die Innenstadt soll „herausgeputzt“ und mit einem touristischen Leitsystem ausgestattet werden. Das Tourismusbüro wird räumlich erweitert. Dazu kommt eine Vielzahl neuer Prospekte, Pläne und Guides - von den „Radschlägen“ bis zum Gastro-Guide „Zeit für Genuss“.

Diese Zeit sollen sich künftig auch mehr Gäste aus Italien nehmen. Die kultur-affinen Italiener gehören daher zur neuen speziellen Zielgruppe des Incoming Reisebüros und des Tourismus-Büros, die man heuer gezielt ansprechen will. (rz)

http://www.stpoeltentourismus.at



22.02.2019
Wachauer Baumeister bringt fast autarkes Ă–kohaus auf den Markt

Auf das Errichten von ökologischen Wohn- und Gewerbebauten hat sich das Bauatelier Schmelz & Salomon aus Wösendorf in der Wachau spezialisiert. Dazu wurde mit „ecotop Wohnstudios“ eine Neuentwicklung auf den Markt gebracht, die ein energieeffizientes Ökobausystem mit individueller Planung nach den jeweiligen Bedürfnissen mit gesundem Wohnen verbindet. Wie Geschäftsführer Winfried Schmelz dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, seien diese Häuser fast Passivhäuser und daher deren Betriebskosten sehr günstig. Diese Neuentwicklung ist dem NÖ Innovationspreis 2018 eine Anerkennung wert gewesen.

„Schon seit 30 Jahren befasse ich mich mit ökologischem Bauen. ecotop Wohnstudios ist ein kombiniertes Haus, das fast energieautark ist, gesundes Wohnen gewährleistet und selber Strom produziert. Und das mit monatlichen Betriebskosten von etwa 100 Euro, wo aber Abgaben und Steuern schon eingerechnet sind“, erklärt Schmelz. Obwohl diese Bauten in Modulbauweise errichtet werden, könne man sie immer zusammen mit dem Kunden individuell planen und auch darauf Rücksicht nehmen, dass die Baubiologie stimmt und die Fenster schöne Ausblicke zum Wohlfühlen liefern.

Ein „ecotop Wohnstudios“-Haus ist ab 280.000 Euro möglich. Errichtet wird es in Holzriegelbauweise, und die Dämmung erfolgt mit Stroh oder Hanf. Beim Bau kommen nur Ökomaterialen zum Einsatz. Eine Dämmung z.B. gegen Elektrosmog wird zusätzlich vorgenommen, um unbelastetes Wohnen zu ermöglichen. Die Häuser sind auch mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die nicht nur den Haushaltsstrom liefert, sondern auch als E-Tankstelle für Elektroautos dienen kann.

Pro Jahr errichtet Schmelz etwa zehn bis 15 Häuser, wo seine Firma als Generalunternehmer fungiert und die jeweiligen Projekte zusammen mit Partnern realisiert. Die Kunden sind zu 80 Prozent Privatpersonen und kommen aus Wien und Niederösterreich. Zusätzlich hält der Baumeister auch Seminare zum ökologischen Bauen und Baubiologie ab. Mit vier Mitarbeitern wird ein jährlicher Umsatz von etwa 300.000 Euro erzielt. (hm)

http://www.bauatelier.at



22.02.2019
AMS NÖ stockt Plätze bei „gemA50+“ stark auf das Doppelte auf

Um es über 50 Jahre alten langzeitarbeitslosen Personen leichter zu machen, wieder einen Job zu finden, werden ab Anfang März die Plätze der AMS-Aktion „gemA50+“ um 350 auf 600 aufgestockt. Wie Sven Hergovich, AMS NÖ-Landesgeschäftsführer, bei einer Pressekonferenz betonte, werde diese Aktion des Arbeitsmarktservice nicht nur gut angenommen, sondern es hätten dadurch auch schon 58 Prozent der Teilnehmer wieder eine feste Anstellung gefunden.

Um dieser Personengruppe bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen, stellt „gemA50+“ über 50 Jahre alte langzeitarbeitslose Personen Gemeinden oder gemeinnützigen Organisationen für drei bzw. vier Monate für einen Fixbetrag von 350 Euro pro Monat zur Verfügung. Angestellt sind diese Menschen nach dem jeweiligen Kollektivvertrag beim Verein Jugend und Arbeit, der als Arbeitskräfteüberlasser fungiert. Die Kosten übernehmen das Land Niederösterreich mit knapp 1,7 Millionen Euro und das AMS NÖ mit 5,6 Millionen Euro. Bisher haben bereits 1.105 Personen an dieser Aktion teilgenommen.

Martin Eichtinger, Landesrat für Wohnbau, Arbeit und internationale Beziehungen, sieht in dieser Aktion ein sehr gutes Sprungbrett, um sich aus der Arbeitslosigkeit zu befreien. „So geht die Erfahrung älterer Personen nicht verloren und sie gewinnen auch die Möglichkeit, sich neu zu orientieren“, sagt er. Als besonders geeignet hätten sie sich für Gemeinden erwiesen, wo sie Arbeitsspitzen decken und Urlaubsvertretungen übernehmen. „Die hohe Behaltequote spricht für sich“, betont der Landesrat. „Es hat sich herausgestellt, dass etliche Personen auch von regionalen Firmen übernommen wurden, da sie dort als Arbeitskraft überzeugt haben.“ Darüber hinaus lege man bei dieser Aktion großen Wert auf Regionalität und damit auf kurze Wege zum Arbeitsplatz. (hm)

http://www.ams.at/noe

http://www.jugend-und-arbeit.at/portfolio/gema-50