NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1486 vom 18.05.2018

18.05.2018
Marchfeld ist heisser Standort-Kandidat für Breitspur-Terminal

Der von den ÖBB geplante große Güterbahnhof, der Endpunkt der von Russland bis in den Raum Wien projektierten Breitspurbahn sein soll, könnte im Marchfeld gebaut werden. „Dort gibt es ausreichend Platz für einen solchen Logistik-Knoten“, teilt ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Mögliche Standort-Gemeinden für den Container-Terminal gibt es noch keine. Fix sei aber jedenfalls, dass „der Nationalpark Donau-Auen von dem Projekt keinesfalls berührt werden wird“, versichert Matthä. Eine Anbindung des Güterbahnhofs an die Wasserstraße sei nicht sinnvoll und daher in den Planungen auch gar nicht vorgesehen.

Mit der Errichtung des Container-Terminals, wo jährlich 21,5 Millionen Tonnen Güter von und nach Fernost zwischen Breit- und Normalspur verladen werden sollen, habe man die große Chance, einen „leistungsfähigen Logistik-Hub zwischen Wien und Bratislava zu positionieren“, meint der ÖBB-Chef. Die Verlängerung der russischen Breitspurbahn um rund 400 Kilometer von der ukrainisch-slowakischen Grenze bis nach Ostösterreich soll Unternehmen ein neues Tor zu bisher noch nicht erreichbaren und daher unerschlossenen Märkten öffnen. Nach Studienergebnissen schafft der Güterbahnhof durch direkte und indirekte Beschäftigungseffekte jedes Jahr 3.100 Arbeitsplätze.

Hintergrund der Planungen um den Breitspur-Terminal ist das enorme Wirtschaftswachstum in China. Mit mehreren Straßen-, Schienen- und Seewegen, Pipelines sowie Strom- und Breitbandleitungen wird die Volksrepublik in den kommenden Jahren ihren Wirtschaftsraum mit jenem Europas vernetzen. Dieses unter dem Namen „Neue Seidenstraße“ bekannt gewordene gigantische Infrastrukturvorhaben umfasst 65 Staaten, in denen 4,4 Milliarden Menschen leben und die für knapp 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich zeichnen. (mm)

www.oebb.at



18.05.2018
NÖ Gemeinden streifen fast 600 Millionen Euro an Steuergeld ein

In den ersten vier Monaten des heurigen Jahres haben die 573 niederösterreichischen Städte und Gemeinden 596 Millionen Euro an Steuern aus den gemeinschaftlichen Bundesabgaben eingenommen. Wie der Städtebund dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, ist das gegenüber 2017 ein Plus um 5,9 Prozent gewesen. Im Bundesschnitt liegt der Anstieg sogar bei 6,2 Prozent. (mm)

www.staedtebund.at



18.05.2018
Heimische Metallindustrie ist wieder im Aufwind

Eine robuste Geschäftsentwicklung meldet die Metalltechnische Industrie. „Nach einem guten Jahr 2017 sind unsere Mitgliedsbetrieben auch für 2018 sehr gut gestimmt“, teilte Christian Knill, Obmann des Fachverbandes Metalltechnische Industrie in der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Die gesamte Branche besteht in Österreich aus mehr als 1.200 Betrieben, die mit mehr als 130.000 Mitarbeitern im Jahr 2017 einen Produktionswert von 37,1 Milliarden Euro erzielt haben, was eine Zunahme um 4,4 Prozent war.

Von diesem Aufschwung profitieren in Niederösterreich 324 Industriebetriebe. Diese erzielten im Vorjahr mit 26.303 Beschäftigten eine Umsatzsteigerung um vier Prozent auf 7,02 Milliarden Euro. Die Zahl der in Ausbildung stehenden Lehrlinge beläuft sich auf 848. Big Player dieses Industriezweiges sind in Niederösterreich Benda-Lutz, Berndorf, Hirtenberger, KBA-Mödling, Leobersdorfer Maschinenfabrik, Schoeller-Bleckmann Oilfield, voestalpine und Welser Profile.

„Positiv hat sich auch das Exportplus von 6,9 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro und auf eine Exportquote von knapp 81 Prozent ausgewirkt. So wird die Metalltechnische Industrie ihrem Ruf als Jobmotor und Rückgrat der heimischen Industrie mehr als gerecht“, betont Knill.

Als Wermutstropfen nennt er den Facharbeitermangel. Obwohl die Metalltechnische Industrie 60 Prozent aller heimischen Metalltechniker ausbilde, reiche das nicht. Als Grund dafür sieht der Fachverbandsobmann nicht nur mangelndes Interesse an diesen Berufen, sondern auch das Problem, junge Menschen zu finden, die entsprechende Grundkenntnisse aus der Schule mitbringen. Knill möchte auch weiterhin Mädchen Mut machen, einen Beruf in diesem Industriezweig zu erlernen oder zu ergreifen, „da leider noch immer die Frauenquote so gut wie kaum vorhanden ist.“

Von der neuen Bundesregierung wünscht sich Knill ein rascheres Umsetzen jener Punkte im Regierungsprogramm, die den heimischen Wirtschaftsstandort stärken. Hier sei keine Zeit zu verlieren, um weiterhin vom Aufwärtsschwung profitieren zu können. (hm)

www.metalltechnischeindustrie.at



18.05.2018
Sommer-Event „Tafeln im Weinviertel“ fährt auf steilem Erfolgskurs

Starke Nachfrage gibt es wieder nach den Veranstaltungen der gastronomischen Event-Reihe „Tafeln im Weinviertel“, die heuer in ihre bereits achte Saison geht. „Von den insgesamt rund 2.400 aufgelegten Karten haben wir schon mehr als 2.000 abgesetzt“, teilt Projektleiter Johannes Pleil dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Die Hälfte der 26 „Tafeln im Weinviertel“-Termine sei schon gänzlich ausverkauft.

Bei „Tafeln im Weinviertel“ sitzen die Gäste unter freiem Himmel an rund 40 Meter langen, weiß gedeckten Tischen, die zwischen Weingärten, in Kellergassen oder Schlosshöfen aufgestellt sind. Zu musikalischer Begleitung bereiten und servieren Spitzenköche aus der Umgebung ein Fünf-Gänge-Menü, dessen Zutaten allesamt von Produzenten aus dem Weinviertel stammen. Natürlich kommen auch die zu den Speisen passenden Weine von Winzern aus diesem Anbaugebiet.

Neben bewährten Schauplätzen, wie auf der Burgruine Falkenstein, im Schatten der Retzer Windmühle oder auf der Terrasse von Schloss Hof im Marchfeld, finden acht Veranstaltungen von „Tafeln im Weinviertel“ heuer vor neuen Kulissen statt. Damit wolle man, so Pleil, „Geheimtipps bekannt machen, die es verdient haben, entdeckt zu werden.“ Dazu zählen z.B. die idyllische Kellergasse von Peigarten im Pulkautal oder der wegen seiner Baukunst beeindruckende Arkadenhof in Oberschoderlee.

Rund die Hälfte der Gäste von „Tafeln im Weinviertel“ kommen aus der Region selbst und 20 Prozent aus Wien. Die restlichen 30 Prozent kommen aus den anderen Bundesländern sowie aus den Nachbarstaaten Deutschland, Schweiz und Tschechien. Das gehobene gastronomische Angebot kann man auch mit Übernachtung buchen. 2017 hat die Event-Reihe einen Umsatz von 260.000 Euro erwirtschaftet und der Tourismusdestination Weinviertel 1.200 zusätzliche Nächtigungen beschert. (mm)

www.tafeln-im-weinviertel.at

www.weinviertel.at



18.05.2018
Regionalveranstaltungen von „Wirtschaft 4.0“ zeigen Potenziale auf

Auf welche Weise die „digitale Evolution“ die Produktionsprozesse verändert, war Thema der sechsten Regionalveranstaltung von „Wirtschaft 4.0“, einer Gemeinschaftsinitiative von Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ), NÖ Wirtschaftskammer und Land Niederösterreich, die kürzlich vor rund 70 Teilnehmern in Amstetten stattgefunden hat. „Mit diesen Regionalveranstaltungen wollen wir das Potenzial, das Wirtschaft 4.0 mit sich bringt, aufzeigen und Unternehmen fit für die Zukunft machen“, betonen IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Auch bei digitalisierten Produktionsabläufen wird der Mensch immer im Vordergrund stehen. Die Digitalisierung bietet jedoch die Möglichkeit, Arbeitsprozesse noch effizienter zu gestalten“, erklärte IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither.
Aus Sicht der Industrie können durch die Digitalisierung etwa die Produktivität gesteigert, Kosten gesenkt, Fehlerquoten minimiert und die Zeit bis zur Markteinführung verringert werden. Außerdem sei die Digitalisierung eine einzigartige Chance, durch Effizienzsteigerungen die Produktion aus Niedriglohnländern zurück nach Österreich zu holen und auch den Forschungs- und Innovationsstandort nachhaltig abzusichern.

„Ganz besonders wichtig ist daher die Verfügbarkeit von Talenten, die das große Ganze verstehen. Die Unternehmen benötigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Entwicklung von komplexen, technischen Systemen anleiten und führen können. Diese Talente sind die ,Frontrunner der Industrie‘ von morgen“, so Roither. (mm)

https://niederoesterreich.iv.at/de



18.05.2018
AKNÖ hat 2017 für ihre Mitglieder fast 68 Millionen Euro erstritten

Knapp 68 Millionen Euro haben niederösterreichische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auf Grund von gerichtlichen oder außergerichtlichen Interventionen der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) im letzten Jahr, meistens in einem Konflikt mit dem Arbeitgeber, zugesprochen bekommen. Dieser Betrag ist um fast zehn Millionen Euro oder 16,4 Prozent höher gelegen als im Jahr davor. Entsprechende Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem aktuellen AKNÖ-Jahresbericht 2017.

Der Parteienverkehr in der AKNÖ-Zentrale in St. Pölten sowie in den Servicestellen der 21 Bezirke Niederösterreichs erbrachte 243.000 Kundenkontakte. Von den Beratungen wurden 151.100 telefonisch, 75.500 persönlich und 19.400 schriftlich abgewickelt. 2017 hat die Interessenvertretung 5.900 Mal im Arbeitsrecht und Konsumentenschutz interveniert sowie 2.600 Vertretungen vor Gericht übernommen. Außerdem hat die AKNÖ 4.700 Mitglieder unterstützt, deren Unternehmen in Ausgleich oder Konkurs geraten waren, wobei für die Betroffenen Ansprüche in Höhe von fast 30 Millionen Euro gesichert werden konnten.

Eine Menge Arbeit hatten im Vorjahr auch die AK-Konsumentenschützer. In Summe berieten die Konsumentenschutzexperten ca. 45.000 NÖ Verbraucher und halfen ihnen damit, mehr als 1,5 Millionen Euro zu sparen. Die meisten Probleme gab es um Finanzdienstleistungen, Wohnen, Handys und Internet.

Auch die anderen Servicesparten der Arbeiterkammer waren 2017 sehr effizient unterwegs. Die AK-Steuersparwochen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass in Niederösterreich Beschäftigte in Summe 15,2 Millionen Euro an Steuern vom Finanzamt zurückbezahlt bekommen haben. Und 2.500 Mitglieder lösten den AKNÖ-Bildungsbonus ein, um kostengünstig weiterführende Kurse und Seminare zu besuchen. (mm)

www.aknoe.at



18.05.2018
Ternitzer Großhändler Lekkerland wächst weiter

Dem in Ternitz ansässigen Großhändler Lekkerland Österreich, der vor allem Tankstellen-Shops beliefert, ist im Geschäftsjahr 2017 ein weiterer Umsatzsprung gelungen. Hatte Lekkerland Österreich schon 2016 einen Erlösanstieg um 15 Prozent auf 105,5 Millionen Euro verbucht, erzielte das Unternehmen im Vorjahr erneut ein Plus um 7,4 Prozent bzw. 7,8 Millionen Euro auf 113,3 Millionen Euro. Wie Geschäftsführer Emmanuel Fink mitteilt, habe man mit der Inbetriebnahme einer neuen Paketstraße in Ternitz die Logistik für Express- und Kleinlieferungen weiter verbessert.

Zurzeit versorgt Lekkerland Österreich rund 3.500 Abnehmer mit alkoholfreien Getränken, Bier, Wein, Molkereiprodukten, Snacks, Speiseeis, Süß- und Backwaren. Neben Tankstellen zählen auch Bäckereien, Elektrohandels- und Baumarktketten sowie Kinos und Schulbuffets zu den Kunden des Ternitzer Unternehmens mit seinen 152 Beschäftigten. Lekkerland Österreich ist eine Tochter des knapp 13-Umsatzmilliarden schweren deutschen Lekkerland-Konzerns aus Frechen bei Köln. (mm)

www.lekkerland.at



18.05.2018
Öko-Stromproduzent Windkraft Simonsfeld verzeichnet Rekordjahr

Mit einer Öko-Stromproduktion von 464 Gigawattstunden für 116.000 Haushalte hat die Windkraft Simonsfeld aus Ernstbrunn im Weinviertel 2017 ihre bisher größte Elektrizitätsmenge erzeugt – mehr als in jedem anderen Jahr ihrer Firmengeschichte seit 1996. Zurückzuführen ist das Rekordergebnis vor allem auf die neun zusätzlichen Drei-Megawattanlagen in den Windparks Rannersdorf II im Bezirk Gänserndorf und Simonsfeld II im Bezirk Korneuburg. Erstmals haben die Propeller ein volles Betriebsjahr zur Gesamtproduktion an elektrischer Energie beigesteuert, entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem aktuellen Geschäftsbericht des Unternehmens.

„Mit einem Produktionszuwachs um mehr als sieben Prozent über dem Durchschnitt ist 2017 ein ausgezeichnetes Windjahr gewesen“, zieht Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG, eine erfreuliche Bilanz. Heuer wolle man 13 Anlagen zusätzlich ans Netz bringen, die voraussichtlich im Herbst in Betrieb gehen und die Erzeugungskapazität um fast 23 Prozent in die Höhe schrauben werden. Dabei ersetzen in Hipples bei Großrussbach zwei neue leistungsstarke Windkraftwerke sieben alte, die abgeschaltet werden.

Nach der Energie Burgenland Windkraft und der EVN Naturkraft ist die Windkraft Simonsfeld der drittgrößte Windenergieerzeuger in Österreich. Die Firma, die 1996 als GmbH gegründet worden war und 2009 in eine AG umgewandelt wurde, betreibt im Inland 78 Windkraftanlagen und zwei weitere in Bulgarien. Im Geschäftsjahr 2017 hat die Windkraft Simonsfeld einen Umsatz von 37,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Anstieg um 18,3 Prozent gegenüber 2016. Das Privatunternehmen steht im Eigentum von 1.900 Aktionären, viele von ihnen kommen aus dem Weinviertel. (mm)

www.wksimonsfeld.at



18.05.2018
Turnhallenhersteller TURKNA startet mit neuer Firmenführung durch

Das Ende ist oft immer auch ein Anfang. Nach knapp 30 Jahren findet bei der TURKNA Turn- und Sportgerätefabrik in Kirchberg an der Pielach ein Wechsel in der Firmenführung statt. Hubert Engelbrechtsmüller verabschiedet sich mit Ende Mai als Eigentümer und Geschäftsführer in den Ruhestand und übergibt das Unternehmen an seinen langjährigen TURKNA-Mitarbeiter Andreas Enne, der mit seinem Engagement den Erhalt eines wichtigen Arbeitgebers für Kirchberg und die Region Pielachtal garantiert.

Andreas Enne hat die HTL St. Pölten absolviert und ist seit 24 Jahren bei TURKNA aktiv. Zuletzt war der gebürtige St. Pöltner im Unternehmen als Leiter für Verkauf, Planung und Technik zuständig. Der 44-jährige Mostviertler, der in Steinakirchen am Forst wohnt, möchte das Unternehmen, das klassische Turn- und Sportgeräte, Spezial-Wandverkleidungen sowie Akustikdecken für Sporthallen produziert, künftig auch im Außen-Trendsport verstärkt positionieren.

Hier denkt er vor allem an Funcourts, Streetball, Slackline und Outdoor-Boulderwände. „Erste Schritte in diese Richtung sind bereits in Mauer bei Amstetten mit einem Funcourt für sämtliche Ballspielarten sowie mit einem Trendsport-Park in Wenigzell in der Oststeiermark und in Wieselburg mit einer Beachvolleyball-Anlage gesetzt“, sagt Andreas Enne.

Als Ziel für die Zukunft nennt er die Stärkung der Marktposition und die Sicherung des Firmenstandortes. „Mit 30 Mitarbeitern erwirtschaften wir jährlich zwischen 5,5, und 6 Millionen Euro und statten pro Jahr in Österreich und im angrenzenden Ausland rund 50 Turn- und Sporthallen komplett aus. Reparaturarbeiten an bestehenden Anlagen sind ein weiteres, wichtiges Standbein für uns“, so der neue Firmenchef.

In den letzten drei Jahren wurde in Maschinen und Gebäudetechnik investiert, wie etwa in automatische Band- und Plattensägen für die Metall- und Holzverarbeitung und einen neuen Fassadenputz. „Somit sind wir fit für die kommenden Jahrzehnte“, so Andreas Enne. „Unser hauseigenes Planungsbüro, unsere spezialisierte Produktion sowie die Innovations- und Leistungsbereitschaft unserer zum Teil langjährigen Mitarbeiter sind die Grundlage, dass wir uns seit mehr als 50 Jahren im starken Wettbewerb in einem speziellen Markt behaupten können“, stellt er fest.

TURKNA hat seit dem Jahr 1965 mehr als 2.750 Turn-, Sport- und Mehrzweckhallen in ganz Europa ausgestattet. Selbst in den Arabischen Emiraten und im russischen Astrachan turnt man mit Erzeugnissen des Pielachtaler Unternehmens, dessen wichtigste Projekte im heurigen Jahr die Sporthalle in Großarl in Salzburg, die Multifunktionshalle in Zistersdorf, die Mehrzweckhalle in Pill in Tirol sowie die Kunstturnhalle in Ternitz sind. (dsh)

www.turkna.com



18.05.2018
Sehbehinderte Tester für modernste High-Tech-Schuhe gesucht

Die Entwicklung einer elektronischen Gehhilfe für Blinde und sehbehinderte Menschen, die gegen Jahresende in Serienproduktion gehen soll, befindet sich derzeit in der Testphase. „Die erste Serie von 20 Paar Schuhen wird jetzt fertig und wartet auf sehbehinderte Testpersonen. Wer Interesse hat, kann sich unverbindlich bei uns unter www.tec-innovation.com/beta anmelden“, teilt Markus Raffer, der selbst blind ist, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Er ist Kärntner aus dem Lavanttal und Geschäftsführer der Tec-Innovation GmbH, die er gemeinsam mit Ko-Geschäftsführer Kevin Pajesta gegründet hat und mit ihm jetzt am Standort Hautzendorf im Weinviertler Kreuttal im Bezirk Mistelbach auch gemeinsam führt.

Begleitet wird der Schuh-Test mit professioneller Einschulung und laufendem Support. Dabei haben die Testpersonen die Möglichkeit, mit ihrem Feedback Einfluss auf den Feinschliff des Produkts zu nehmen und beim Marktstart, voraussichtlich Ende des Jahres, den finalen Schuh günstig zu erwerben. Erste Teilnehmer, darunter auch ein siebenjähriges Mädchen, haben sich bereits gemeldet.

Der mit Sensoren und integrierter Elektronik ausgestattete neue Schuh, von seinen Erfindern „Innomake“ genannt, soll als sinnvolle Ergänzung zum Blindenstock und Blindenhund für mehr Sicherheit und leichtere Fortbewegung bei Sehbehinderung sorgen. Die Erkennungsweite von Hindernissen reicht derzeit bis cirka vier Meter. „Diese Distanz kann in Halbmeter-Schritten ganz einfach reduziert werden, um sich der jeweiligen Situation rasch anzupassen“, erklärt Kevin Pajesta. Die Rückmeldung, ob ein Hindernis da ist, erfolgt mittels Vibration und akustischen Warnsignalen.

Für die Fertigung der Schuhe konnten die beiden Erfinder Heinrich Staudinger von der Waldviertler Schuhfabrik gewinnen. Die elektronischen Bauteile werden in einem niederösterreichischen Fachbetrieb zusammengebaut und vom Team der Tec-Innovation in der Waldviertler Schuhfabrik eingebaut.

Derzeit wird das junge Unternehmen, mit seinen zwei Geschäftsführern und sechs Mitarbeitern, noch von der österreichischen Förderungsgesellschaft (FFG) unterstützt, was aber mit der Serienfertigung wegfällt. „An der Serien-Finanzierung wird noch gearbeitet. Die Hinzuziehung externer Investoren ist keineswegs ausgeschlossen“, so Markus Raffer. Aus dem arabischen Raum ist bereits im Vorjahr das erste Interesse daran angemeldet worden, die vielversprechende Technologie zu transferieren und den Vertrieb zu übernehmen.

Ein wichtiges Aufgabenfeld der beiden Unternehmer besteht darin, an Krankenkassen und öffentliche Institutionen wegen einer Kostenübernahme der hochwertigen teuren Schuhe heranzutreten. In Deutschland werden, nach Aussage der Firmenchefs, derartige Anträge bereits geschrieben. In Österreich dauert es, auf Grund der Zuständigkeiten verschiedener öffentlicher Stellen etwas länger. „Unser Ziel ist es jedenfalls zu erreichen, dass bald möglichst viele Menschen mit Handicap weltweit von unseren Technologien in ihrem Alltag profitieren können“, merken Markus Raffer und Kevin Pajestka an. (km)

www.tec-innovation.com