NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1427 vom 24.03.2017

24.03.2017
Ferienbetreuung im WIFI wird breiter aufgestellt

Die Ferienbetreuung für Kinder in Niederösterreich wird weiter ausgebaut – jedenfalls was das Angebot der WIFI Kids-Academy betrifft. Diese wird es heuer nämlich erstmals auch im WIFI Mödling geben. Vom 7. bis 11. August.

Neben der Ferienbetreuung in vielen niederösterreichischen Gemeinden haben sich die Kinder Business Week im WIFI St. Pölten und die WIFI Kids Academy mit ihrem über drei Wochen laufenden Programm als Ferien-Highlights „mit Mehrwert“ herauskristallisiert. „Die Kids tauchen in die spannende Welt der Berufe ein und haben dabei auch noch einen Riesenspaß“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Zudem könnten Unternehmer die Jugend für ihre Branche begeistern, und „die Eltern wissen ihre Kinder während dieser Tage bestens betreut“.

Für Landesrätin Barbara Schwarz ist speziell die kostenlose Kinder Business Week ein Paradebeispiel für das breite Angebot an Ferienangeboten. „Das Land arbeitet stets an der Ausweitung guter Betreuungsangebote.“ In diesem Rahmen werden auch Gemeinden, die solche Ferienbetreuungs-Projekte anbieten, entsprechend gefördert. Mit 250 Euro pro Gruppe und mit bis zu 400 Euro pro Gruppe bei integrativem Betreuungsangebot. Im Vorjahr sind mehr als 240 Gemeinden mit rund 320.000 Euro gefördert worden, was mehr als 16.300 Kindern zugute kam.

Die Kinder Business Week 2017 geht unter dem Motto „Entdecke das Geheimnis des Erfolges!“ vom 17. bis zum 21. Juli im WIFI St. Pölten über die Bühne. In rund 70 Ideenwerkstätten sollen die Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 14 Jahren einen Einblick in unternehmerische Arbeit bekommen. Die Kids können sich bis zu zehn Kursen anmelden. Anmeldestart ist der 21. Mai. Die Teilnahme ist kostenlos. Es ist auch eine tageweise Anmeldung möglich. Näheres unter www.kinderbusinessweeknoe.at

Für die WIFI Kids Academy, die vom 24. Juli bis zum 4. August im WIFI St. Pölten und in der darauf folgenden Woche ab dem 7. August im WIFI Mödling stattfinden wird, beginnt die Anmeldefrist schon am 27. März. In zahlreichen Workshops können Kinder zwischen 8 und 14 Jahren ausprobieren, wie es ist, ein Programmierer oder ein Roboterbauer zu sein, oder als Meisterkonditor oder Meistertischler zu arbeiten. Sie können sich als Graffiti-Künstler ebenso betätigen wie als Küchenmeister oder in vielen anderen beruflichen Feldern. Insgesamt werden 23 derartige Workshops angeboten.

Auch hier ist eine tageweise Anmeldung möglich. Die Kosten betragen 25 Euro pro Tag – inklusive Materialien und Verpflegung. Die Academy ist jeweils montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Am Ende jedes Workshops erhält jedes Kind einen „miniMeisterbrief“. Näheres und Anmeldung unter www.noe.wifi.at/kidsacademy

„Für uns ist es wichtig, dass wir Job und Familienvereinbarkeit gerade auch in den Ferien breit unterstützen“, betont Sonja Zwazl mit Verweis auf den „Mehrwert“: „Wenn wir Spaß und Lernen mit dem Wirtschaftsleben verknüpfen können, ist das für uns eine besondere Motivation, die Betreuung über das übliche Maß hinaus auszudehnen.“ (rz)

www.kinderbusinessweeknoe.at

www.noe.wifi.at/kidsacademy



24.03.2017
Niederösterreich-CARD startet in ihre zwölfte Ausflugssaison

Als „wichtiges Instrument für den Ausflugs- und Nächtigungstourismus“ bezeichnet Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav die neue Niederösterreich-CARD, die am 1. April in ihre bereits zwölfte Saison geht. Mit 312 Attraktionen, wovon neun neu dabei sind, soll das beliebte Kundenbindungsinstrument heuer noch mehr Besucher an lohnende Destinationen zwischen Enns und Leitha heranführen. Von der NÖ-CARD 2016/17, mit der der Inhaber Ausflugsziele in allen Landesvierteln sowie in den Nachbarbundesländern bei freiem Eintritt besuchen kann, wurde im Vorjahr eine neue Rekordmenge abgesetzt.

Waren im Startjahr 2006/2007 von der NÖ-CARD rund 48.000 Stück verkauft worden, „sind es im letzten Jahr schon mehr als 185.000 gewesen – um 5.200 Karten oder drei Prozent mehr als in der Saison zuvor“, rechnet Bohuslav vor. Der Stammkundenanteil sei weiter gestiegen, auf nunmehr bereits 62 Prozent.

Die Zahl der im Angebot der Karte enthaltenen Ausflugsziele ist von ursprünglich 151 auf mittlerweile 312 geklettert. Neu im Programm der NÖ-CARD 2017/18 finden sich u.a. die Niederösterreichische Landesausstellung 2017 „Alles was Recht ist“ auf Schloss Pöggstall im Waldviertel, das Erlebnisbad Aqua Nova in Wiener Neustadt, die Bunkeranlage Ungerberg Bruckneudorf sowie die Chili-Erlebniswelt „Fireland Foods“ in St. Pölten. Aus Anlass des heurigen 300-Jahr-Jubiläums der Habsburgerin Maria Theresia sind auch die laufenden Ausstellungen über das Leben und Wirken der Regentin in Schloss Hof, Schloss Niederweiden und im Stift Klosterneuburg mit dabei.

Vertrieben wird die Karte auch heuer wieder von der Raiffeisen-Gruppe Niederösterreich-Wien, die als Mitgesellschafter der NÖ-CARD GmbH in den vergangenen elf Jahren fast 138.000 Stück abgesetzt hat. „In der letzten Saison ist mit rund 15.800 verkauften Karten jeder zwölfte Neukauf auf das Konto der Raiffeisen-Bankstellen gegangen“, sagt Georg Kraft Kinz, Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Man sei stolz darauf, ein maßgeblicher Teil der NÖ-CARD-Erfolgsgeschichte zu sein.

Erneut als Partner mit an Bord ist auch der Landesenergieversorger EVN. Dessen private Strom- und Gaskunden konnten im Vorjahr erstmals beim Kauf der NÖ-CARD ihre gesammelten Bonuspunkte einlösen und so eine Ermäßigung um rund 50 Prozent erzielen. 6.000 Personen haben dieses Service genutzt.

Die neue NÖ-CARD ist von 1. April 2017 bis 31. März 2018 gültig. Zum Normalpreis kostet die NÖ-CARD für Erwachsene 61 Euro. Jugendliche von 6 bis 16 Jahren zahlen nur 31 Euro, Kinder bis zum Alter von 6 Jahren überhaupt nichts. Wer eine alte Karte besitzt, kann sie um fünf Euro (Jugendliche um drei Euro) verbilligt verlängern lassen. Erhältlich ist die NÖ-CARD 2017/18 u.a. in Trafiken in Niederösterreich und Wien, in Raiffeisen-Bankstellen, bei vielen teilnehmenden Ausflugszielen, über die CARD-Hotline 01/535 05 05 sowie über das Internet. (mm)

www.niederoesterreich-card.at



24.03.2017
Auch in Niederösterreich feiert die gute alte Schallplatte fröhliche Urständ

Der Trend zu den guten alten Vinyl-Schallplatten ist auch in Österreich spürbar. Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2016 um 36 Prozent auf 7,1 Millionen Euro erhöht. Im vergangenen Jahr sind mehr als 300.000 Schallplatten verkauft worden, die höchste Zahl in Österreich seit dem Jahr 1993. Damit hat sich der Vinyl-Markt seit 2012 verdreifacht und erreicht nun einen Anteil von sieben Prozent am Gesamtmarkt.

„Es ist begrüßenswert, dass Konsumenten Musik als Gesamtkunstwerk ansehen und somit einen Qualitätsanspruch stellen. Dennoch handelt es sich bei der Schallplatte, die derzeit trendy ist, um ein Nischenprodukt“, erklärt Christian Wagner, Mitglied der Fachvertretung Film- und Musikwirtschaft in der NÖ Wirtschaftskammer sowie Vorstandsmitglied im Verband unabhängiger Tonträger, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Positiv zu werten ist der Umstand, dass auch immer mehr heimische Musiker bei ihren Produktionen auf CDs und Vinyl gleichermaßen setzen und damit den Markt bereichern.“

Nach wie vor boomt der Umsatz mit Streaming-Abos. Diese legten um 56 Prozent auf 17,5 Millionen Euro zu. In Summe wurden im Jahr 2016 in Österreich bereits mehr als zwei Milliarden Songs gestreamt. Insgesamt hat der österreichische Musikmarkt im vergangenen Jahr 137 Millionen Euro erwirtschaftet. Die physischen Tonträger CD, DVD und Vinyl sind bei den heimischen Musikfans weiterhin sehr beliebt und bleiben mit 73,3 Millionen Euro die größten Umsatzbringer am Musikmarkt. Trotz reduzierter Verkaufsflächen hat die CD eine weiterhin treue Käuferschaft. Neben Schlager, Rock und Heavy Metal steht die CD vor allem bei Klassik-Käufern hoch im Kurs.

Die Musikwirtschaft in Niederösterreich besteht derzeit aus 182 Betrieben, wovon 90 Prozent Ein-Personen-Unternehmen sind. Was die Branche beklagt, ist die mangelnde Bekanntmachung unbekannter Musikacts. „Wir haben großartige Interpreten in unserem Land, die tolle Musik machen. Nur die Medien geben ihnen nicht die Plattform, die sie eigentlich benötigen, um bekannter zu werden“, so Christian Wagner.

„Radio Ö3 spielt 15 Prozent heimische Interpreten. Bei den meisten anderen Sendern ist es nicht viel anders, das sagt schon alles. Es ist wirklich schade, dass wir hierzulande es nicht schaffen, ein wenig patriotischer zu sein und der heimischen Musikszene eine echte Chance zu geben. Ich kenne kein anderes europäisches Land, das seine Künstler so im Regen stehen lässt wie Österreich“, sagt Wagner. International sei man von der Qualität her allemal konkurrenzfähig. (dsh)

www.filmandmusicaustria.at

www.indies.at



24.03.2017
„RIZ GENIUS“-Preis hat wieder die besten Geistesblitze ausgezeichnet

Bereits zum 16. Mal hat Niederösterreichs Gründer-Agentur RIZ im Rahmen ihres Ideen- und Gründerwettbewerbs „RIZ GENIUS“ die besten Vorschläge zu innovativen Problemlösungen mit Preisen gewürdigt. Aus rund 120 Einreichungen hat die Jury in vier Kategorien 13 besonders förderungswürdige Ideen ausgewählt, wovon schließlich die besten mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurden. Die Sieger erhielten ein Preisgeld von jeweils 6.000,- Euro. Schauplatz der im Rahmen einer Gala-Veranstaltung abgehaltenen Ehrungen, die NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Vertreter der Sponsoren vorgenommen haben, war die Arena Nova in Wiener Neustadt.

Die obersten Plätze am „GENIUS“-Stockerl erklommen haben heuer „MetCaot“ – ein Entwickler alternativer Pflanzenschutzmittel – in der Kategorie „Geniale Start-Ups“, „MultiBaseline“ – ein patentiertes Sockelsystem für ebene Flächen - in der Kategorie „Geniale UnternehmerInnen“, das „Biotechnologische Nucleus Implantat zur Wiederherstellung der Bandscheibenhöhe“ in der Kategorie „Geniale Forschung und Entwicklung“ sowie die „Digitale Patientenaufklärung“ in der Kategorie „Digital Entrepreneurship“.

Der heuer zum zweiten Mal mittels Online-Voting vergebene RIZ GENIUS-Publikumspreis ging an Clemens Sulz für seine Systementwicklung einer „Vollautomatischen Stimmung von Orgelpfeifen“. Den RIZ GENIUS 2017-Jugendpreis, für den es knapp 50 Einreichungen gab, haben sich drei Teams abgeholt: Daniel Höllerer und Jonathan Reisinger für eine „Automatisierte und zeitoptimierte Slackline-Spannvorrichtung“, Alice Hörndler und Katharina Klim für ihr Projekt „Mobiles Schlauchaufwicklungssystem“ sowie Bianca Ressler, Maria Pross und Viktoria Frühwirt für den „Pickup Market“, mit dem man Lebensmittel per Smartphone-App bestellen kann.

„Der RIZ GENIUS Ideen- und Gründerpreis zeigt das unternehmerische Potential in Niederösterreich“, sagt RIZ-Geschäftsführerin Petra Patzelt. Man unterstütze alle unternehmerischen Ideen. Kostenlos und flächendeckend biete das RIZ Beratung und Vernetzung, Seminare, Workshops, Gründerabende und Start-Up Lounges an. „Zögern Sie daher nicht und nutzen Sie unser Angebot“, so Patzelt. (mm)

http://genius.riz.at



24.03.2017
Gebauer & Griller verkabelt das neue Elektroauto von Tesla

Einen prestigeträchtigen Auftrag hat die Gebauer & Griller Kabelwerke Gesellschaft, einer der größten Arbeitgeber im Weinviertel, an Land gezogen: Auf Bestellung des US-amerikanischen Elektroauto-Herstellers Tesla wird das Industrieunternehmen an seinem Produktionsstandort Poysdorf Batteriekabel aus Aluminium mit einer Gesamtlänge von 3.000 Kilometern fertigen. Eingebaut werden diese Spezialkabel, die leichter und preiswerter als solche aus anderen Materialien sind, zwischen Batterie und Motor des neuen „Model 3“, mit dessen Produktion Tesla Mitte 2017 starten wird. 500.000 Elektroautos pro Jahr möchte das High-Tech-Unternehmen aus Palo Alto im kalifornischen Silicon Valley davon absetzen.

Das Auftragsvolumen beziffert Nikolaus Griller, für Vertrieb, Marketing und PR verantwortlicher Geschäftsführer des Kabelwerks, auf bis zu fünf Millionen Euro. Bisher haben die Weinviertler in den USA u.a. die Autobauer Ford und Chrysler auf ihrer Kundenliste. Zur Abwicklung des Tesla-Großauftrags benötigt Gebauer & Griller jedenfalls zusätzliche Maschinen und auch Personal. Derzeit beschäftigt das Kabelwerk in Poysdorf 930 Personen.

Schon in dritter Generation erzeugt der Familienbetrieb Gebauer & Griller Kabel, Drähte und Leitungen für die Automobilindustrie, für die Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen sowie zur Modulfertigung von Photovoltaikanlagen. Das Unternehmen betreibt neben der Zentrale in Wien-Döbling und seinem Hauptwerk in Poysdorf Produktionsstandorte und Niederlassungen in Linz, München, Ingolstadt, Prag, Mikulov (Tschechien), Velke Levare (Slowakei), Balti (Moldawien), Bangalore (Indien), San Juan del Rio (Mexiko), Southfield (USA) und Shenyang (China).

Mit weltweit 3.400 Beschäftigten – rund 1.100 davon in Österreich – hat die Gebauer & Griller-Gruppe im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 425 Millionen Euro erwirtschaftet. Davon entfallen vier Fünftel auf das Kabel- und ein Fünftel auf das Metallgeschäft. Der Exportanteil liegt bei 93 Prozent. (mm)

www.griller.at



24.03.2017
Donau Schiffsstationen sind bestens für die heurige Saison gerüstet

Die Fahnen sind bereits gehisst, und zurzeit wird fleißig geputzt und gestrichen, um den Gästen einen attraktiven ersten Eindruck von der Donauregion vermitteln zu können. Birgit Brandner-Wallner, Geschäftsführerin der Donau Schiffsstationen GmbH, geht auch heuer von einer stabilen Saison aus. „Wir rechnen derzeit mit 164 Kabinenschiffen und 18 Tagesausflugsschiffen, die regelmäßig an unseren 36 Donaustationen zwischen Linz und Budapest anlegen werden“, erklärt sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Da es keine signifikante Zunahme an Schiffen gäbe, käme man mit der bestehenden Kapazität an Anlegestellen aus. „Natürlich gibt es Destinationen, die an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, wie etwa Dürnstein“, so Birgit Brandner-Wallner. „Hier versuchen wir aber, die Schiffe auf nahe gelegene Destinationen umzulenken und eine Entzerrung herbeizuführen.“

Da die Donau mit 34,4 Prozent nach dem Rhein mit 35,5 Prozent der beliebteste Fluss Europas ist, sei der Trend zu Flusskreuzfahrten ungebrochen. Dafür kennt Brandner-Wallner auch den Grund, der insbesondere für das ältere Publikum ausschlaggebend ist: „Es ist bequem und beschaulich, auf einem Schiff auf ruhige Art und Weise mehrere Länder kennenzulernen. Das Gepäck ist an Bord, und jeden Tag ist man woanders, ohne ständig Koffer ein- und auspacken zu müssen. Meist liegen die Schiffe direkt am Zentrum der besuchten Städte, und die Gäste können zu Fuß von dort die Sehenswürdigkeiten erkunden.“

In der Saison 2016, in der es im Bereich der Donaustationen wenig Zwischenfälle und keinen einzigen gemeldeten Personenschaden gegeben hat, legten 13.300 mal Kabinen- und Tagesausflugsschiffe an. Damit stiegen an die 1,5 Millionen mal Schiffsgäste an den Donaustationen ein und aus. Vor allem Gäste aus den USA und Kanada sowie aus Deutschland schätzen Flusskreuzfahrten.

Laut einer aktuellen Studie, bei der im Auftrag der ARGE Donau Österreich 1.350 internationale Kreuzfahrtgäste zwischen Regensburg und Wien im Vorjahr befragt wurden, kann man von einer Gesamtwertschöpfung von 110,7 Millionen Euro ausgehen. Das ergaben die gebuchten Ausflugspakete, Gebühren, Übernachtungen, Transferkosten und der Zukauf von Produkten. 21,7 Millionen entfallen davon alleine auf Niederösterreich.

Für die Zukunft rechnet Birgit Brandner-Wallner mit einem anhaltend mäßigen Anstieg der Flusskreuzfahrt-Passagiere auf der Donau. „Auch die Exklusivität der Schiffe ist im Steigen begriffen“, sagt sie. Seit 2016 fährt sogar ein Sechs-Stern Schiff auf der Donau, die Crystal Mozart. Mehr als 24 Prozent der Kabinenschiffe sind Fünf-Stern Schiffe. Vier Prozent sind Vier-Stern-Plus Schiffe und 48 Prozent Vier-Stern Schiffe. (dsh)

www.donaustationen.at



24.03.2017
Die NÖ Landesausstellung 2017 soll das südliche Waldviertel wecken

Die NÖ Landesausstellung 2017 in Pöggstall soll auch dem südlichen Waldviertel „Impulse nach vorne“ bringen, so Landeshauptmann Erwin Pröll bei der Präsentation der Landes-Schau. Unter dem Titel „Alles was Recht ist“ wird vom 1. April bis zum 12. November im Schloss Pöggstall nicht nur die Entwicklung der Rechtsprechung präsentiert, es geht auch um eine Vielfalt aktueller Fragestellungen zum friedlichen Zusammenleben der Menschen – etwa: Reden oder Richten? Versöhnen oder Vergelten? Verfolgen oder Vergessen? Fragen oder Foltern? Demonstrieren oder Dulden?

Es sei unter anderem das „ausgereifte Konzept aus der Gemeinde und der Region“ gewesen, das schließlich für Pöggstall als Standort der Landesausstellung 2017 den Ausschlag gegeben habe, sagte Pröll, aber auch die kulturelle Bedeutung des Schlosses Pöggstall sei ein wichtiger Impuls gewesen. Und wichtige Impulse soll nun umgekehrt auch die Landesausstellung in die Region hinaus tragen. In diesem Sinne wird die Ausstellung im Schloss Pöggstall mit sechs weiteren Ausflugszielen im südlichen Waldviertel ergänzt. Das sind Artstetten, Maria Taferl, das Truckerhaus Gutenbrunn, Bad Traunstein, das Mohndorf Armschlag sowie die Ysperklamm.

Rund neun Millionen Euro hat das Land in den Ausbau der Straßen im Ysper- und im Weitenteil sowie in den Ausbau der Ottenschlager-Straße investiert. Weitere neun Millionen Euro flossen direkt in die Sanierung und Renovierung des Schlosses Pöggstall, fünf Millionen ins Umfeld für regionale Projekte, wie etwa Wanderwege. In die Gestaltung der eigentlichen Ausstellung und das Drumherum, wie etwa Werbung und Marketing, sind weitere sechs Millionen Euro geflossen.

„Damit haben wir schon jetzt rund 250 Arbeitsplätzen geschaffen und zahlreiche regionale Impulse gesetzt“, betonte Pröll. Die Folgeeffekte würden noch in den nächsten fünf bis sechs Jahren direkt spürbar sein.

85 Partnerbetriebe aus der Region sind mit an Bord, 23 Gemeinden arbeiten zusammen, was auch auf kommunaler Ebene für Innovationen und neue Anstöße sorgt. Karl Moser, Bürgermeister der Gemeinde Yspertal, nannte Beispiele: „In allen diesen 23 Gemeinden ist vor dem Hintergrund der Landesausstellung ebenfalls rege investiert worden. Das sind Gemeinden aus drei verschiedenen Bezirken mit Bürgermeistern, die erst durch die Landesschau mit allen in Kontakt gekommen sind und an einem Strick ziehen.“

Weil erfahrungsgemäß rund 30 Prozent der Ausstellungsbesucher zum ersten Mal in die Region kommen, erwartet man auch einen touristischen Schub für die Region. Eine der ersten Maßnahmen ist ein neues gastronomisches Angebot direkt im Schloss-Bereich. Und um den erwarteten Gästen die Schau noch „näher“ zu bringen, hat man einen Shuttlebus vom Bahnhof Melk über das Weitental nach Pöggstall eingerichtet. Zum Besucher-Service gehören auch zahlreiche Einrichtungen und Angebote, die für Barrierefreiheit sorgen.

Bei der Landesausstellung 2009 in Horn, Raabs/Thaya und im tschechischen Telc hatte das Land NÖ ebenfalls rund 23 Millionen Euro investiert und mit einem „Return on Investment“ von 30 bis 40 Millionen Euro gerechnet. Damals hatte eine Begleitstudie eine regionale Wertschöpfung von fast 44 Millionen Euro nachgewiesen, sodass man auch heuer wieder von einer Wertschöpfung in einer ähnlichen Größenordnung ausgeht. (rz)

www.waldviertel.at/landesausstellung2017

www.alleswasrechtist.at



24.03.2017
Traiskirchner Kunststoffschmiede liefert bis nach Mexiko

Sogar den Exportmarkt Mexiko hat die Thermoplastkreislauf GmbH in Traiskirchen, Bezirk Baden, über einen Kunden erschließen können. Die Firma ist auf die Produktion von Thermoplast-Compounds und die Wiederverwertung von Altkunststoff spezialisiert. Im Rahmen eines Betriebsbesuches zeigte sich Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav von der Arbeit dieses Nischenplayers sehr angetan und sieht ihn als ein „Best-Practice-Beispiel“ für den Innovationsgeist im Land gepaart mit Know-how.

„Wir arbeiten ganz eng mit unseren Kunden zusammen und erstellen für sie jene Kunststoffmischung oder auch nur die Compounds, also Zumischungen, die sie speziell für ihre Thermoplaste benötigen. Das sind Kunststoffe, die sich bei einer bestimmten Temperatur leicht verformen lassen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Christian Wind dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Weiters ist ihm wichtig zu betonen, dass Altkunststoff ein Wertstoff sei und unbedingt wieder dem Verwertungskreislauf zugeführt werden sollte.

Für die Entwicklung neuer kundespezifischer Mischungen wurde letztes Jahr sogar eine eigene F&E Abteilung implementiert, die nicht nur mit dem jeweiligen Kunden, sondern auch mit den entsprechenden Hochschulen in Österreich zusammenarbeitet.

Letztes Jahr wurden mit sechs Extrudern und zwei Mühlen 1.825 Tonnen, davon 643 Tonnen Regranulat produziert, 2017 soll sich diese Menge auf 2.500 Tonnen erhöhen und bis 2020 auf 6.000 Tonnen pro Jahr, davon dann 3.500 Regranulate, steigern. Zur Verarbeitung der Regranulate wird auch eine optische Sortiermaschine eingesetzt, um das Granulat nach Farben sortieren zu können. „So ist es möglich, unseren Kunden auch Farbwünsche zu erfüllen“, betont Wind. In der Wiederverwertung von Altkunststoffen zu Granulaten sieht er auch eine Einsparung von CO2, die im letzten Jahr bei Thermoplastkreislauf rund 965 Tonnen ausgemacht habe.

2016 hat das Unternehmen mit 20 Mitarbeitern einen Umsatz von vier Millionen Euro erwirtschaftet, der sich heuer um 15 Prozent erhöhen soll. Bis 2020 will man die Mitarbeiteranzahl auf 30 anheben. Die Exportquote beträgt fünf Prozent und geht neben Mexiko schwerpunktmäßig nach Italien und Deutschland. (hm)

www.thermoplastkreislauf.at



24.03.2017
Schulgruppen stürmen die Fossilienwelt in Stetten

Mit einer Besucher-Steigerung um 44 Prozent haben die Schulgruppen sogar die Geschäftsführerin der Fossilienwelt, Ursula Artner-Rauch, überrascht. Ihr erfolgreiches Marketingkonzept hat in Vorjahr insgesamt 23.761 Besucher bewogen, in die Stettner Fossilienwelt zu kommen, um acht Prozent mehr als im Jahr 2015. Als wichtigen Trend nennt Artner-Rauch die Steigerung bei Familien mit Kindern um 17 Prozent. Ein familienfreundlicher Radweg, möglichst vom Bahnhof Korneuburg bis zur Fossilienwelt, könnte die Zunahme sogar noch verstärken.

Als Gründe für den Erfolg nennt die Marketingexpertin an erster Stelle die ausführliche Information über die Geschichte des vor 17 Millionen Jahren bestehenden Urmeeres vor Wien, die neugierig macht. Dazu kommen nach Meinung der Geschäftsführerin auch noch persönliches Engagement, aktuelle Präsenz in den modernen Medien sowie maßgeschneiderte Aktionen für Schulen und Vereine.

Aktuell bietet die Fossilienwelt in Kooperation mit der Leader-Region eine 3D-App über eine virtuelle Reise zum Urmeer. „Damit sind wir das erste und einzige Museum in Niederösterreich, das Erlebnisse der Erdgeschichte vor 17 Millionen Jahren den Besuchern mit Smartphone und 3-D-Brille nahe bringt“, erklärt die Museumsleiterin dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Jetzt können die Besucher der Fossilienwelt einen Teil des Urmeeres mit Haien, Krokodilen, Krebsen, Muscheln etc. in Bewegung erleben. Die Gesamtkosten des Projektes, das von der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus gefördert wird, belaufen sich auf rund 62.500 Euro.

Doch nicht nur mit der 3D-App setzt man in der Fossilienwelt auf Wissensvermittlung. Bereits im Vorjahr ist erfolgreich damit begonnen worden, wissenschaftliche Workshops für Kinder anzubieten. Ein Programm, das heuer deutlich erweitert wird. „Meine Mitarbeiter sind hochmotiviert. Es freut uns sehr zu sehen, dass auch ein sperriges Thema, wie Fossilien, mit einer guten Geschichte und einem spannenden Programm durchaus seinen Platz in der Kulturszene Niederösterreichs behaupten kann“, sagt Ursula Artner-Rauch. (km)

www.fossilienwelt.at



24.03.2017
Wer das Haus nicht verlassen will, holt sich die Friseurmeisterin ins Haus

Bereits in ihrer Lehrzeit ist Christina Etlinger aufgefallen, dass es Kunden gibt, denen ein Besuch im Friseursalon aus körperlichen Gründen oder aus Zeitmangel nur schwer möglich ist. Seit November 2016 kommt daher die aus Amstetten-Greimpersdorf stammende Friseurmeisterin und Perückenmacherin gern zu älteren oder körperlich beeinträchtigten Menschen sowie zu Familien mit Kleinkindern oder zu Personen, die beruflich sehr ausgelastet sind, nachhause. „Man glaubt gar nicht, für wieviel Leute ein Friseurbesuch kaum möglich ist. Daher habe ich mein kleines, mobiles Ein-Frauen-Unternehmen mit dem Namen Die mobile Schere gegründet.“

Sich selbständig gemacht zu haben, bereut Christina Etlinger keinen Moment. „Ich würde es sofort wieder tun! Denn die freie Zeiteinteilung und die Flexibilität sind mir sehr wichtig. Außerdem ist es mir ein Anliegen, Mitmenschen ihren Alltag zu erleichtern.“ Dafür ist die mobile Friseurin nicht nur in der Stadt Amstetten unterwegs, sondern auch in Hausmening, Mauer-Öhling, Ardagger, Neustadtl an der Donau, Neuhofen an der Ybbs und sogar in Grein. „Bis fünf Kilometer ist die Anfahrt gratis, jeder weitere Kilometer wird mit 50 Cent berechnet, ab drei Personen im Raum Amstetten ist die Anfahrt auch gratis“, erklärt sie.

Als besonderes Service bietet Christina Etlinger Damen, die sich auch am schönsten Tag ihres Lebens in den eigenen vier Wänden betreuen lassen möchten, ein exklusives Brautservice. „Dieses Package besteht aus zwei Terminen. Der erste ist eine Probe, wo ich die Kundin individuell berate, um eine typgerechte Frisur und ein passendes Make-up unter Berücksichtigung ihrer Wünsche zu bestimmen. Dabei werden die Haare entweder gefärbt, getönt oder gesträhnt, zudem geschnitten, geföhnt oder eingedreht. Weiters färbe ich Wimpern und Augenbrauen. Dann mache ich eine Probefrisur und ein Probe Make-up. Der zweite Termin ist am Hochzeitstag. Da wird die Brautfrisur gemacht, der Schleier mit dem Haarschmuck eingearbeitet und das Braut Make-up finalisiert.“

Doch bis zur Selbständigkeit brauchte es Zeit, wie Christina Etlinger berichtet. 2008 hat die heute 26-jährige Mostviertlerin ihre Lehre abgeschlossen, die sie 2005 bei Haarmode Schmid in der Amstettner Rathausstraße begonnen hatte. Nach Abschluss der Lehre wechselte Christina Etlinger zunächst für vier Jahre die Branche, war Kassiererin in einem Supermarkt, und holte berufsbegleitend die Matura nach. „Da ich schon immer die Leidenschaft hatte, kreativ zu arbeiten und Menschen zu verschönen, kehrte ich 2012 wieder in meinen erlernten Beruf zurück, arbeitete zunächst in einem Friseursalon, und bin nun seit Juli des Vorjahres Friseurmeisterin. Damit ist mein Traum in Erfüllung gegangen.“ (dsh)

www.diemobileschere.at



24.03.2017
Brauerei in Mödling braut Wunschbiere

Auf das Brauen von Wunschbieren hat sich das Start-up-Unternehmen Beerstarter GmbH in Mödling spezialisiert. „Wir sind weltweit das einzige Unternehmen, das Brew-on-Demand anbietet“, teilt der geschäftsführende Gesellschafter Rainer Mraz dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Neben den speziell auf Kundenwunsch gebrauten Bieren sind im Shop auch Biere erhältlich, die bereits trinkfertig sind.

„Bei einem Wunschbier beträgt die Vorlaufzeit etwa fünf Wochen bis das Rezept zusammengestellt, das Bier gebraut und dieses dann genussfertig ist. Wir sind eine Kreativbrauerei, und können daher auf die Vorstellungen und den Gusto der Kunden exakt eingehen“, betont Mraz, der die Brauerei hinter dem Missionshaus St. Gabriel neu errichtet hat. Seine Kunden sind Privatpersonen, Firmen, Gastronomie und auch Brauereien, die Lieferspitzen abdecken. Mraz möchte mit seinem Angebot Mut zum eigenen Bier machen.

Neben den Rezepten der einzelnen Biere, die aus 60 Malz- und diversen Hopfensorten zusammengestellt werden können, sind auch die Etiketten individuell gestaltet. Das Wunschbier ist ab 75 Flaschen in der Größe von 0,33 Liter und ab 2,5 Euro je Flasche möglich. In drei Sudkesseln mit je 80 Litern Inhalt kann dreimal täglich gebraut werden, die Tageshöchstbrauleistung liegt bei 6,5 Hektolitern.

Neben der Gestaltung von kreativen Bieren bietet Mraz auch noch Braukurse und wöchentliche Bierverkostungen an. Derzeit vertreibt der kreative Braumeister seine Biere nur noch in Österreich. Für 2017 peilt der Einpersonenunternehmer einen Umsatz von etwa 100.000 Euro an. (hm)

https://www.beerstarter.at/

https://www.facebook.com/Beerstarter



24.03.2017
Audio-Thema: Immer dickere Menschen trotz jahrzehntelang rückläufigen Zuckerverbrauchs?